Low Carb Zutaten FAQ

Hier findest du Informationen zu den von mir häufig verwendeten Low Carb Zutaten.

Wenn du Hilfe beim Einkauf brauchst, dann besuche doch ganz einfach den Happy Shop für Einkaufstipps.
Die Auflistung der Low Carb Zutaten erfolgt alphabetisch und wird von mir nach und nach ergänzt.

Übersicht:


Chia-Samen

Es handelt sich um die Samen einer Pflanzenart, die in Südamerika vorkommt. Die Samen weisen einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf und enthalten viele Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Eines der komplettesten Lebensmittel, die es auf der Erde gibt. Die Ballaststoffe und deren Quellfähigkeit machen lange satt und sind auch Grundlage für einen Teil deren Einsatzmöglichkeiten wie z. B. Himbeer-Chialade. Der Geschmack ist leicht nussig und fügt sich überall unaufdringlich ein.
Zum Blog-Artikel “Chia-Samen – Superfood, oder doch nur Humbug?”.
Low Carb Rezepte mit Chia-Samen.
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Eiweißpulver

Unterschiedliche Eiweißpulver gibt es wie Sand am Meer. Ich verwende Eiweißpulver gerne zum Backen und auch zum Kochen, insbesondere weil es sehr gute Back- und Sättigungseigenschaften hat. Es gibt die unterschiedlichsten Produkte in den verschiedensten Läden in vielen Geschmacksrichtungen. Es handelt sich übrigens um die Art von Eiweißpulver, die als Shake von den Eisen stemmenden Muskelmännern verzehrt wird. Mit einem Eiweißpulver lässt sich der Proteingehalt einer Mahlzeit erhöhen, ohne dass gleichzeitig viele Kohlenhydrate  oder Fettkalorien dazu kommen. Das Casein (Milch-Eiweiß) hat gegenüber dem Whey (Molke-Eiweiß)  übrigens den Vorteil, dass es beim Backen fluffiger wird, mehr Feuchtigkeit aufnimmt und auch insgesamt hitzestabiler ist. Da ich aber kein reines Casein (als Müsli-Grundlage oder Shake) mag, wegen der verzögerten Aufnahme des Milch-Eiweißes, und ein reines Whey wegen der sehr schnellen Verwertung des Molke-Eiweißes mit kurzem Sättigungsrahmen für mich auch nicht in Frage kommt, habe ich mich auf ein hochwertiges Mehrkomponenten-Eiweiß eingeschossen. Auch wegen der überdurchschnittlich großen Insulinreaktion auf das rasante Molke-Eiweiß. Deshalb bitte unbedingt auf die Qualität des Eiweißpulvers achten, insbesondere weil diese einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Backergebnis hat. Wenn du ein reines Whey verwenden magst, dann erhöhe die Menge des Pulvers besser etwas. Je nach Eiweißpulver ist meistens auch ein Bindemittel enthalten. Mein Lieblingspulver enthält etwas Xanthan, was gleichzeitig beim Backen Bindung bringt und eine Zugabe von Guarkernmehl häufig überflüssig macht. Aber unter Umständen musst du bei deinem Pulver noch ein Bindemittel (Xanthan, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl) hinzufügen.

Übrigens Almased, Yokebe und ähnliche Drinks, sind keine Eiweiß-Pulver in meinem Happy-Carb-Sinn.

Häufig wird nach einem Austausch des Eiweißpulvers gefragt. Wegen der vielfältigen Eigenschaften des Eiweißpulvers gibt es in meinen Augen keinen wirklich passenden adäquaten Ersatz. Bei einem Austausch müsste immer mit einem eiweißhaltigen Mehl und gegebenenfalls mit einem Bindemittel gearbeitet werden. Weizenkleber und Sojamehl lehne ich als Austausch aus gesundheitlichen  Gründen ab. Ich verstehe die Vorbehalte gegenüber den aromatisierten und auch künstlich gesüßten Eiweißpulvern, was mich in Maßen jedoch nicht stört. Aber zumindest das Natural-Pulver ist in meinen Augen ein ehrliches Produkt und kommt im Gegensatz zum Mandelmehl und anderen Nussmehlen ohne Phytinsäure und andere fragwürdige Stoffe auf den Teller. Das Natural Eiweißpulver lässt sich durch die Zugabe von echter Vanille oder Kakaopulver gemeinsam mit Stevia-Streusüße einfach verwandeln. Da wird manchmal gemeckert und dann zu Alternativen gegriffen, die ich in großen Mengen kritischer sehe als eine Beimischung von einem guten Eiweißpulver. Aber jeder, wie er mag.

Bei der Auswahl meines Lieblings-Eiweißes (aktuell verwende ich das ESN Elite Pro Complex), achte ich auf die folgenden Details:

  • Es soll sich um ein qualitativ hochwertiges Mehrkomponenten-Eiweiß handeln
  • Ohne Sojaeiweiß
  • Ohne das Süßmittel Aspartam
  • Laktosearm
  • Mindestens 1,5 g der Aminosäure Tryptophan auf 100 g Pulver
  • Bestandteile aus mindestens 80 g Eiweiß und höchstens 5 g Kohlenhydrate auf 100 g Pulver
  • Hergestellt in Deutschland

Zum Blog Artikel “Lecker Lego”.
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Erythrit

Erythrit oder auch Erythritol ist ein natürlicher Zuckeraustauschstoff, auf Basis eines Zuckeralkohols. Es handelt sich um eine in der Natur vorkommende Substanz aus Trauben, Melonen etc.. Erythrit ist vom Körper nicht verwertbar, und wird daher mit 0 Kalorien bewertet bei gleichzeitig 0 Einfluss auf den Blutzucker. Erythritol sieht aus wie Haushaltszucker, hat aber jedoch nur eine Süßkraft von 70% und hinterlässt ein kühles Gefühl auf der Zunge, hat jedoch keinen bitteren Beigeschmack wie Stevia. Erythrit löst sich nicht gut auf. Gerade für cremige Süßspeisen oder Eiscreme mahle ich deshalb das Erythritol zu Puderzucker bzw. habe schon fertig gekauftes Puder-Erythrit vorrätig. Wen die Kristalle im Kuchen auch stören, sollte sein Erythrit auch hierfür mahlen oder schon als Pudererythrit kaufen. Ich bevorzuge Produkte, die in Europa produziert wurden und verwende keine China-Ware. Als Austausch kann auch zum Xylit gegriffen werden. Dann aber die höhere Süßkraft berücksichtigen,
Zum Blog-Artikel “Erythri… – Dingsbums”.
Erythrit im Happy Shop einkaufen
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Flohsamenschalen

Keine Angst, die Flohsamenschalen habe nichts mit den tierischen Flöhen zu tun. Flohsamenschalen sind die Samenschalen einer Pflanze, die überwiegend in Indien und Pakistan angebaut wird. Die unscheinbaren Flusen haben mit 84 g Ballaststoffen je 100g den höchsten Ballaststoffanteil aller natürlichen Lebensmittel. Dazu sind Flohsamenschalen sehr kalorienarm (21 Kalorien) und enthalten so gut wie keine Kohlenhydrate (1,7g). Sie eignen sich zum Backen und Kochen und fügen sich geschmacklich wegen ihrer Neutralität überall gut ein. Wegen des Ballaststoffanteils und der hohen Quellfähigkeit bitte immer mit ausreichend Flüssigkeit verzehren. Durch die Quellwirkung wird der Magen- und Darminhalt vergrößert und dadurch ein besseres Sättigungsgefühl erzeugt und das Stuhlvolumen deutlich erhöht. Die Ballaststoffe verzögern dazu den Blutzuckeranstieg und sind deshalb ein sehr günstiges Lebensmittel für Diabetiker. Flohsamenschalen können in einer ketogenen Ernährung teilweise als Ersatz für die kohlenhydrathaltige Haferkleie eingesetzt werden. Dazu eignen sich Flohsamenschalen auch gut zum Panieren. Ob Schnitzel oder Fisch, mit Flohsamenschalen paniert und in Fett gebacken gelingt sehr gut.

Flohsamenschalen geben eine sehr gute Bindung und sorgen dafür, dass das Backwerk nicht so schnell austrocknet. Trotzdem sparsam dosieren, denn ein zu viel führt zu einem feuchten und knatschigen Gebäck und im Mund bekommt man ein etwas schleimiges Gefühl. Wenn es zur Bindung eingesetzt wird, dann funktioniert ein Austausch gegen Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl. Da dann aber nur 1/3 der Menge nehmen, denn beides bindet stärker. Auch Pfeilwurzelmehl kann als Ersatz eingesetzt werden, dann in der gleichen Menge wie die Flohsamenschalen. Aber aufpassen: Pfeilwurzelmehl ist sehr gesund für den Darm, kommt aber mit nicht wenigen Kohlenhydraten daher. Übrigens, Flohsamenschalen gibt es im Handel auch als Pulver. Also in gemahlener Form. Wenn du das daheim hast, dann die Menge jeweils reduzieren, denn die Flüssigkeitsaufnahme ist nochmal höher als bei den Flohsamenschalen. Auch zum Panieren ist das Flohsamenschalenpulver weniger geeignet. Deshalb habe ich auch nur die gröbere Variante im Einsatz.
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Gold-Leinsamenmehl

Dieses milde und vielseitig einsetzbare Mehl, wird aus dem Presskuchen von Gold-Leinsamen hergestellt. Der wird, nachdem das Leinsamenöl gewonnen wurde, fein vermahlen. Im Gegensatz zum dunklen Leinsamenmehl ist das Gold-Leinsamenmehl nicht herb, sondern eher nussig vom Geschmack. Wenige Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe und das fehlende Gluten, zeichnen das Mehl aus. Daher lässt es sich vielseitig einsetzen. Brot, Brötchen, oder als Teig bei herzhaften Muffins oder Quiches. Selbst der Boden einer Pizza schmeckt mit dem Gold-Leinsamenmehl hervorragend. Getauscht werden kann das güldene Mehl gegen andere entölte Saatenmehle. Wobei sich der Geschmack dann gravierend verändern würde.
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Guarkernmehl

Besteht aus dem Mehl der Guarbohne, die an einem tropischen Strauch wächst. Es gehört zu den pflanzlichen Verdickungsmitteln und ist sehr gut wasserlöslich. Die Fähigkeit Wasser zu binden führt dazu, dass insbesondere Backwaren länger frisch bleiben. Guarkernmehl besteht aus langkettigen, komplexen Zuckerverbindungen, die vom Darm nicht aufgenommen werden können. Guarkernmehl bindet sofort in kalter und warmer Flüssigkeit und ist daher vielseitig einsetzbar. Guarkernmehl kann gut in gleicher Menge gegen Johannisbrotkernmehl ausgetauscht werden oder in halber Menge gegen Xanthan.
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Haferkleie

Haferkleie besteht aus dem Keimling und den Randschichten des Haferkorns. Das klingt nach Abfall, aber in Wirklichkeit enthält die Haferkleie einen Großteil der Vitamine und Mineralstoffe des Haferkorns und wie zu erwarten war jede Menge Ballaststoffe. Dabei ist es insbesondere der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan, der die Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels unterstützt. Haferkleie enthält wenig Gluten und ist so auch für darmempfindliche Menschen gut verträglich. Gleichzeitig eignet sich Haferkleie sehr gut zum Backen von Brot und Brötchen und hat einen enormen Sättigungseffekt. Es gibt für Zöliakie-Patienten übrigens auch im Internet eine glutenfreie Variante zu kaufen. Einfach mal in der Foodoase schauen. Wer etwas die Kohlenhydrate reduzieren möchte, kann auch einen Teil der Haferkleie durch Flohsamenschalen ersetzen. Dann bitte von der Menge aber nur die Hälfte der zu ersetzenden Haferkleie verwenden. Sonst wird es Pampe.
Zum Blog-Artikel “Haferkleie – Nicht sexy, aber dafür sehr gesund” .
Low Carb Rezepte mit Haferkleie.
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Hanfmehl entölt

Für das Hanfmehl werden Hanfsamen schonend entölt und der Presskuchen dann fein vermahlen. Das Hanfmehl enthält je nach Sorte noch 8-12% Hanföl und einen guten Anteil von pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen. Durch den nussigen Geschmack eine gute Beimischung  in verschiedenen Backwaren oder auch in einem Smootie. Natürlich ist Hanfmehl glutenfrei und damit auch bei Zöliakie verträglich.
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Hanfsamen geschält

Bei Hanfsamen handelt es sich um die Nuss des Hanfbaumes, die von der Außenschale befreit wurde. Besonders wertvoll sind Hanfsamen wegen der darin enthaltenen essenziellen Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst produziert werden können und wegen der hervorragenden Fettzusammensetzung. Hanfsamen enthalten reichlich die essentiellen Fettsäuren Linolsäure und Omega 3. Hanföl gehört zu dem Top Omega 3 Lieferanten.
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Johannisbrotkernmehl

Besteht aus den gemahlenen Kernen des Johannisbrotbaums, aus dessen Früchten Carob gewonnen wird. Johannisbrotkernmehl ist geschmacksneutral und hat sehr starke Bindeeigenschaften, weshalb es als Binde- und Verdickungsmittel eingesetzt wird. Das feine Mehl entfaltet seine bindende Wirkung besonders gut in warmen Speisen. Es kann dazu in etwas kaltem Wasser angerührt in heiße Speisen (Suppen und Soßen) gegeben werden. Als Austausch kann in gleicher Menge auch Guarkernmehl eingesetzt werden oder Xanthan, dann aber nur mit der Hälfte der Menge.
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Kakaofasern

Was soll ich davon halten, war mein erster Gedanke. Die Schalen der Kakao Bohne extrem fein gemahlen. Aber meine Tests waren überraschend erfolgreich und lecker. Schokoladiger Geschmack mit einer karamelligen Note, fluffiges Backverhalten und dazu sehr wenige Kohlenhydrate. Sogar 20% weniger Kohlenhydrate als der klassische Back-Kakao hat, dafür im Gegenzug mehr Ballaststoffe, viele Mineralien, Fett und Eiweiß und fast genauso viel Geschmack. Eine Bereicherung für eine Schokoholikerin wir mich und Rezepte werden folgen. Mit 2,5 g Kohlenhydrate auf 100 g ein tolles Produkt und ich bin direkt verliebt.
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Kartoffelfasern

Die neuere Errungenschaft in meiner Happy Carb Küche ist in Deutschland noch nicht so weit verbreitet, gehört jedoch in den skandinavischen Ländern unter dem Namen Pofiber längst zum Low Carb Alltag (LCHF). Hinter Kartoffelfasern verstecken sich wirklich Kartoffeln. Jedoch wurde diesen ein Großteil der Stärke und das Wasser entzogen und der dann übrig bleibende Rest wurde gemahlen. Wenige Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe und ein enormes Quellvermögen zeichnen die Kartoffelfasern aus. Die Kartoffelfasern eignen sich sehr gut zum Backen, zum Andicken von Suppen und Soßen, als Beimischung für Pürees und überall, wo eine herzhafte Kartoffelnote gewünscht ist. Denn der kartoffelige Geschmack bleibt sehr zu meiner Freude erhalten. Die von mir verwendete Sorte Kartoffelfasern hat nur 8g Kohlenhydrate auf 100g und dazu ein enormes Sättigungsvermögen. Gemessen an einem Austausch in einem Rezept gegen Weizenmehl, würde ich von etwa 40 g Kartoffelfasern auf 100 g Weizenmehl ausgehen. Unter Umständen braucht es noch etwas zusätzliche Feuchtigkeit.
Low Carb Rezepte mit Kartoffelfasern
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Kichererbsenmehl

Besteht aus gerösteten gemahlenen Kichererbsen, die zu den Hülsenfrüchten mit vielen komplexen Kohlenhydraten gehören. Viele Ballaststoffe und ein hoher Anteil an gutem Eiweiß, macht das Kichererbsenmehl zu einem wertvollen Lebensmittel. Es hat ein nussiges leicht süßes Aroma und lässt sich sowohl süß als auch deftig verarbeiten. Im Vergleich zum Einsatz von Weizenmehl braucht man vom Kichererbsenmehl weniger. Es genügen etwa 75 g Kichererbsenmehl anstatt von 100 g Weizenmehl.
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Kokosblütenzucker

Passt eigentlich überhaupt nicht in die Zutatenliste eines Low Carb Blogs. Mit fast 97 g Kohlenhydraten auf 100 g jenseits von Gut und Böse und trotzdem in mikroskopischen Mengen eine Option, die ich gelegentlich einsetze. Reiner Kokosblütenzucker besteht aus dem Nektar, der aus den Kokospalmen-Blüten gewonnen wird. Dieser Nektar wird bei milder Hitze reduziert, bis am Ende ein Sirup und daraus dann eine kristalline Konsistenz entsteht. Das Aroma des Kokosblütenzuckers ist unglaublich karamellig. Vorteil ist, dass das handwerklich hergestellte Süßmittel einen sehr niedrigen Glykämischen Index hat mit nur 35. Die Blutzuckerreaktion ist also wesentlich moderater als die von Haushaltszucker und erzeugt keine Blutzuckerspitzen. Dazu bringt Kokosblütenzucker eine Menge positiver Nährstoffe mit wie zum Beispiel Magnesium, Eisen und Zink, aber auch natürliche Antioxidantien. Ich verwende Kokosblütenzucker immer nur in sehr kleinen Mengen und dann meist nur als Beimischung zum Erythrit. Dabei versuche ich darauf zu achten, dass pro Person/Portion nicht mehr als 5 g Kokosblütenzucker enthalten sind. Schließlich soll es hier immer noch um Low Carb gehen. Aber gerade wenn jemand sich für Erythrit nicht begeistern kann, hilft die kleine Zugabe von Kokosblütenzucker und am Ende hat man doch jede Menge Kohlenhydrate gespart.
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Kokosmehl

Kokosmehl ist ein aus dem Überbleibsel der Herstellung des Kokosöls gemahlenes Mehl mit unglaublichen Wasserbindeeigenschaften. Viele Ballaststoffe und ein Rest von gutem Kokosöl machen das Kokosmehl, neben den geringen Kohlenhydraten und dem fehlenden Gluten, zu einem perfekten Low Carb Werkstoff. Mein Lieblingskokosmehl ist das von Amanprana, welches relativ neutral schmeckt, wenige Kohlenhydrate enthält und sich wirklich toll verarbeiten lässt. Kokosmehl lässt sich häufig durch entöltes Mandelmehl ersetzen. Dann braucht aber etwas mehr davon. 40 g Kokosmehl ersetzen übrigens 100 g Weizenmehl. Ein Zeichen für die großzügig enthaltenen Ballaststoffe, die viel Feuchtigkeit aufnehmen.
Zum Blog-Artikel “Kokosnuss – Wer hat die Kokosnuss geklaut…”.
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Kokosöl

Natives Kokosöl wird aus dem vollreifen Fruchtfleisch kalt gepresst, so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Kokosöl ist hoch erhitzbar und relativ geschmacksneutral. Toll zum Kochen und Backen. Aber bitte immer darauf achten, dass es sich um VCO (Virgin Coconut Oil), wenn möglich in Bio-Qualität handelt.
Zum Blog-Artikel “Kokosnuss – Wer hat die Kokosnuss geklaut…”.
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Leinsamenmehl entölt

Besteht aus braunen Leinsamen, die nach der Pressung ganz fein gemahlen wurden. Es enthält etwa noch 12-13% gesundes Leinöl und jede Menge Ballaststoffe. Ein tolles Mehl für Brot und Brötchen, was sich durch ein nussiges Aroma auszeichnet. Leinsamenmehl lässt sich gut 1 zu 1 gegen Walnussmehl tauschen. Im Vergleich zum Weizenmehl ist das entölte Leinsamenmehl fast auf Augenhöhe. Mit 90 g Leinsamenmehl kann man etwa 100 g Weizenmehl ersetzen.
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Macadamiamehl teilentölt

Macadamia Nüsse gelten als die Königin der Nüsse. Besonders wertvoll sind die enthaltenen einfach und mehrfach ungesättigten Fette, die viele gute Eigenschaften haben. Beim Macadamiamehl teilentölt wurde bereits ein Teil des Öls durch Pressung entzogen. Zurück bleibt ein aromatisches und sehr wohlschmeckendes Mehl. Der Fettanteil ist mit etwa 29 g auf 100 g immer noch ganz ordentlich und der Kohlenhydratanteil mit 16 g auf 100 g Mehl nicht für jeden Low Carber ganz einfach in die Ernährung zu integrieren. Aber der Geschmack und die guten Fette überzeugen und das Macadamiamehl hat sich so zu einem meiner  Favoriten entwickelt. Toll in Kombination mit Kartoffelfasern oder Leinsamenmehl. Ausgetauscht werden kann das Macadamiamehl durch Mandelmehl entölt und nicht entölt in gleichen Teilen gemischt. Beim Austausch gegen Weizenmehl, müsste man für 100g etwa 75 g Macadamiamehl teilentölt rechnen.
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Mandelmehl entölt

Ist ein Nebenprodukt bei der Herstellung des Mandelöls. Der Rest der ausgepressten Mandeln wird gemahlen und daraus entsteht das entölte Mandelmehl. Entöltes Mandelmehl ist sehr trocken und nimmt viel Feuchtigkeit auf. Besonders zu erwähnen ist das leichte Marzipan-Aroma, weshalb ich entöltes Mandelmehl nur für süße Backereien einsetze. Beim Austausch kann man auf Kokosmehl zugreifen, braucht davon aber etwas weniger. Auch Macadamiamehl teilentölt ist ein guter Austausch. Davon braucht es dann aber etwas mehr. Im Austausch gegen  Weizenmehl kann man 50 g entöltes Mandelmehl gegen 100 g Weizenmehl rechnen. Für alle diejenigen, die den Lieblingskuchen in Low Carb nachbacken wollen.
Zum Blog-Artikel “Mandeln – Fett aber oho”.
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Mandelmehl nicht entölt

Dabei handelt es sich im Prinzip um ganz fein gemahlene Mandeln, die zuvor blanchiert wurden und bei denen dann noch vor dem Mahlen die braune Haut entfernt wurde. Daher ist das nicht entölte Mandelmehl auch so schön hell. Nicht entöltes Mandelmehl enthält noch den natürlichen Fettgehalt der Mandeln und ist damit wesentlich fetter als das entölte Mandelmehl und hat in der Folge auch ganz andere Back- und Wasserbindeeigenschaften. Ein Austausch kann gegen geriebene blanchierte Mandeln aus dem Backregal erfolgen, jedoch wird die Struktur des Backwerks dann etwas gröber wegen der anderen Körnung.
Zum Blog-Artikel “Mandeln – Fett aber oho”.
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Stevia-Streupulver mit Erythrit

Verwende ich meist als Beimischung zum Erythrit in Backwaren. Durch die Unterstützung mit dem Stevia wird die Süße stärker und gleichzeitig kommt die Kühle vom Erythrit nicht so stark durch. Außerdem gleiche ich mit dem enthaltenen Stevia die geringere Süßkraft (70%) des Erythrits aus. Das Stevia-Streupulver besteht aus einer Mischung von Erythrit und Stevia und ist doppelt so süß wie Zucker.
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Traubenkernmehl

Traubenkernmehl ist wieder ein Grenzfall in der Low Carb Küche. Mit etwa 20 g Kohlenhydrate auf 100 g jenseits dessen, was für viele Low Carber akzeptabel ist, bin ich ein großer Fan dieses Mehls. Traubenkernmehl besteht aus dem gemahlenen Überbleibsel der getrockneten Traubenkerne bei der Herstellung des Traubenkernöls. Interessant ist das, was in diesem Mehl drin ist. Denn Traubenkernmehl verfügt über eine große Menge an Bestandteilen mit antioxidativer Wirkung (OPC). Das lässt sich auch messen und kann mit deinem ORAC-Wert von 100.000 μmol TE/100g beziffert werden. Mit diesem Wert ist Traubenkernmehl eines der Lebensmittel mit dem höchsten ORAC-Wert und das bei einem vergleichbar günstigen Preis. Schon mit einer kleinen Beimischung des Mehls kann man die Ernährung stark verbessern und das antioxidative Potenzial nutzen. Dabei ist von Vorteil, dass Traubenkernmehl gute Backeigenschaften hat und auch die Hitze die positiven Bestandteile nicht zerstört. Der Geschmack ist eher herzhaft und kernig und hat nichts mit dem unangenehmen Geschmack gemein, wenn man auf einen Traubenkern beißt. Als Beimischung wird ein Anteil von 5-7% zu den restlichen Mehlen empfohlen, wobei ich bei meinen Rezepten auch darüber hinaus gehe. Mit 56% Ballaststoffen ist das Traubenkernmehl auch günstig für die Verdauung und die Sättigung. Und gemessen an diesen  Vorteilen, ist das Traubenkernmehl trotz der Kohlenhydrate eine gute Ergänzung der Low Carb Mehle. Natürlich ist das Traubenkernmehl glutenfrei und somit auch für Zölikie-Patienten geeignet.
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Walnussmehl entölt

Besteht aus entölten Walnüssen, die nach der Pressung fein gemahlen wurden. Walnussmehl gibt einen herzhaften kräftigen Geschmack und ist daher toll für herzhafte Backwaren geeignet. Auch das Mehl enthält noch einen schönen Anteil guten Walnussfetts, was die Verwendung sinnvoll macht. Walnussmehl entölt lässt sich gut 1 zu 1 mit Leinsamenmehl tauschen. Im Vergleich zum Weizenmehl ist das entölte Walnussmehl fast auf Augenhöhe. Mit 90 g Walnussmehl kann man etwa 100 g Weizenmehl ersetzen.
Zum Blog-Artikel “Walnüsse – Echt Porno, diese Nüsse”.
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Xanthan Gum

Bei mir der Einfachheit halber immer einfach Xanthan genannt ist ein Bindemittel, was glutenfrei ist und dazu wenige Kohlenhydrate hat. Sehr gut einsetzbar bei Backwaren und auch bei Cremes und Flüssigkeiten. Gerade für Eis ist Xanthan das perfekte Bindemittel weil es verhindert, dass sich unangenehme Kristalle bilden. Bei der Dosierung vorsichtig sein. Zu viel Xanthan im Gebäck gibt eine gummiartige Struktur. In der richtigen Menge eingesetzt erhalten Backwaren mehr Volumen und Elastizität. Dazu bleibt der Teig länger frisch und trocknet nicht so schnell aus. Hervorragend eignet sich Xanthan auch für die Herstellung von Marmeladen und Gelees. Farblos und geschmackfrei bindet es Flüssigkeit perfekt zu einem Gel. Xanthan gilts als unbedenklich und wird vom Körper kaum verstoffwechselt. Als Austausch funktionieren Guarkernmehl oder auch Johannisbrotkernmehl, wovon ich dann aber die doppelte Menge verwende.
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Xylit

Beim Xylit bzw. Xylitol handelt es sich genau wie beim Erythrit um einen Zuckeraustauschstoff auf Basis eines Zuckeralkohols. Xylit ist auch natürlichen Ursprungs und wird auf Basis von Birkenrinde und Buchenrinde in Finnland hergestellt. Von daher auch der Name Birkenzucker, unter dem Xylit ebenfalls bekannt ist. Die Süßkraft vom Xylit ist 1 zu 1 mit dem Haushaltszucker austauschbar. Im Gegensatz zum kalorienfreien Erythrit kommt das Xylit jedoch mit 2,4 Kalorien pro Gramm Kohlenhydrate daher. Das ist zwar 40% weniger als beim normalen Zucker, aber eben doch noch Kalorien, die beim Gewichtsverlust hinderlich sein können. Die Kohlenhydrate aus dem Xylit haben übrigens einen niedrigen Glykämischen Index von 7 und deshalb ist Xylit auch für Diabetiker ein geeignetes Süßmittel. Neben dem finnischen Xylit was auf Basis von Holzrinde hergestellt wird, kommt ein Großteil des Xylits inzwischen auch aus China, wo es auf Basis von Maisstärke hergestellt wird. Angeblich aus gentechnikfreiem Mais, aber ich bleibe trotzdem lieber bei meiner vertrauenswürdigeren Ware aus Finnland. Da können die Verkäufer des China-Xylits noch so viel garantieren und auditieren. Echte Kontrolle ist nie möglich und mein Vertrauen in die Finnen ist größer bzw. die Herstellung aus Holz lässt weniger Schmu zu.

Xylit ist dazu noch sehr gut für die Zähne und schützt vor Karies. Die Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt ist geringer als beim Erythrit, aber eine gewisse Gewöhnung stellt sich bei regelmäßigem Verzehr ein.

Ganz wichtig: Xylit ist giftig für Hunde! Wenn Hunde Xylit fressen, dann steigert sich bei ihnen die Insulinausschüttung und es kommt zu einem lebensbedrohlichen Absinken des Blutzuckerspiegels. Also bitte von Hunden fern halten oder bei einem Hund im Haushalt besser auf Xylit verzichten.
Xylit im Happy Shop einkaufen.

Zur Gesamtübersicht meiner Low Carb Rezepte.
Low Carb Lebensmittel einkaufen im Happy Shop.

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144 Kommentare auf "Low Carb Zutaten FAQ"

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Anonym
Anonym

Hallo Betti
Ich würde gern dein Spritzgebäck nachbacken. Ich habe leider nur entöltes Mandelmehl und gemahlene Mandeln. Was könnte ich alternativ für das nicht entölte Mandelmehl nehmen und welche Menge?
Vielen Dank im Voraus.
LG Gabi

Gabriele
Gabriele

Hallo Betti,
mich würde interessieren,wie Du die verschiedenen Mehle und Eiweißpulver aufbewahrst.
Welche Behälter sind gut geeignet dafür?
Danke schon mal im Voraus:-)

Gruss Gabriele

Sonja H
Sonja H

Liebe Betti,
deine Rezepte schmecken super. Kokosmilch, Curry, die Mehlsortenvarianten, der Gemüse,Gemüse!-Schrei, alles kommt bestens bei mir an. So lässt es sich gut leben und quasi nebenbei etwas für Gesundheit und Aussehen tun.

Ich habe hier einen Marketing-Tipp für dich: ich wünsche mir ein Plakat mit deinen FAQs und Tipps für die Küchenschranktür. Vielleicht auch in kleinen Einheiten, so dass es erweiterbar ist….
Ich hab mir grad ein Plakat auf die Schnelle gebastelt. Siehe Foto.
Liebe Grüße
Sonja H
PS: Das ist der Küchenschrank, wo früher der Süßkram gebunkert war. 😉

Nina
Nina

Hallo liebe Betti,
danke für deine tolle Seite mit soviel inspirierenden Rezepten!
Ich freu mich schon die ersten auszuprobieren. Morgen kommt endlich mein dickes nu3 Paket an 😀 Da ist wirklich einiges zusammen gekommen, daher habe ich vom Eiweißpulver erst mal nur die neutrale Variante bestellt, um die Rechnung nicht noch mehr in die Höhe zu treiben . Bei den Schoko-Nuss-Keksen beispielsweise hast du ja das Schoko- und Haselnusspulver verwendet. Kann ich mir das auch mit dem neutralen Pulver hinschummeln? Habe schon gelesen, dass man Kakao dazu geben kann. Was kann ich tun, um das fehlende Haselnussaroma zu bekommen? Bei Vanille hatte ich mir überlegt, ob vllt. Vanilleschote dazu helfen würde? Hast du ein paar Tipps für mich?
LG
Nina

Caro
Caro

Hallo Betti,

gerade habe ich einen Shop entdeckt, der sowohl reines Erythrit als auch gemischtes Erythrit mit Stevia in 750g-Dosen anbietet. Ist letzteres empfehlenswert oder ist es besser, wenn ich mir Puder-Erytrhit und Stevia-Streusüsse, wie von DIr verwendet, kaufe?

Ich bin noch ein völliger Low-Carb-Neuling. Daher freue ich mich um so mehr, Deinen tollen Blog gefunden zu haben – ich fühle mich hier schon wie zuhause… 🙂

LG
Caro

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