Mein Reizwort des Jahres: Eiweißpulver

Tagebuch

Mein Reizwort des Jahres: Eiweißpulver

Auch auf Happy Carb wird ein Unwort gekürt, und “Eiweißpulver” hat das Rennen gemacht.

Ganz knapp vor dem Begriff “Challenge”, der auch so eine gewisse Übelkeit bei mir auslöst.

Du hast ja bestimmt in den Medien gelesen, dass “postfaktisch” das Wort des Jahres  2016 wurde. Entschuldigung, aber warum sagt eigentlich nicht mal endlich jemand, dass die Schreibung total verkehrt ist. Muss es nicht eigentlich “postfucktisch” heißen? Oder bin ich jetzt falsch gewickelt?

Wie und wo kann ich den Duden ändern lassen? Bei wem muss ich da vorsprechen, um den Fehler behoben zu bekommen?

Also echt! Wenn ich mich nicht wieder um alles selbst kümmere.

Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, wie ein so harmloser Begriff wie Eiweißpulver so eine Abneigung bei mir auslösen kann. Ich entschuldige mich auch bei dem eigentlichen Wort, denn das kann nicht mal was dafür.

Dudidudidu. Armes Eiweißpulver…

Ich weiß nicht, ob du es schon gemerkt hast. Jaaaaa, ich verwende Eiweißpulver in meinen Rezepten. Erst mal nicht schlimm. Denkst aber auch nur du. Denn Eiweißpulver ist ein polarisierendes Lebensmittel. Dazu scheinbar ein Problem, was einige Menschen ihre gute Kinderstube verlieren lässt.

Von “Bäääääääh, da ist ja Eiweißpulver drin”, bis “immer diese fürchterlichen Pülverchen” und noch schlimmer, waren die Reaktionen auf meinen Einsatz von Eiweißpulver in diesem Jahr.

Hallo? Geht´s noch? Ich fordere hier schließlich nicht auf, irgendwelche vergammelten Stierhoden zu essen. Hach ja, das Dschungelcamp kommt ja auch bald wieder. Wie schön…

Die meistgestellte Frage war daher auch:”Wie kann ich das Eiweißpulver ersetzen?” Oder immer gerne gefragt: “Da geht doch auch die billigere Sojaplörre aus dem Drogeriemarkt?”

OK, die Frage wurde nur so ähnlich gestellt. Aber die Drogeriemarktpulver, stehen hoch im Kurs.

Nein, nein und ich bin genervt. Hey, dann koch und back doch auch einfach die Rezepte vom Drogeriemarkt nach. Ist bestimmt super. Hinterher meckern, wenn meine Rezepte nicht klappen, aber für ein gescheites Eiweißpulver kein Geld ausgeben wollen.

Geiz ist nicht geil, sondern doof und respektlos. Das sage ich jetzt nicht nur, weil ich meinen Blog inzwischen über meine Kooperation mit nu3 finanziere. Eine Internetseite in dem Umfang zu betreiben kostet jede Menge Schweiß und auch Geld. Es ist halt nichts umsonst, nicht mal im Internet, auch wenn diese Denke sehr verbreitet ist. Aber darum soll es heute hier nicht gehen, denn ich will ja mit Fakten überzeugen und für den Einsatz eines hochwertigen Eiweißpulvers werben. Das lohnt sich nämlich.

Ich könnte jetzt einfach auf meine Zutaten FAQ oder meinen Beitrag zum Thema Eiweiß verweisen, schließlich lasse ich mich da schon ausführlich zum Thema aus. Aber nein, es ist scheinbar notwendig, dass ich dem Eiweißpulver nochmal gesonderte Aufmerksamkeit schenke.

Was ich hiermit und heute auch tue!

Gleich vorweg. Ja, ich nutze Eiweißpulver in der Küche. Aber ich bin keine Shake-Trinkerin oder sitze hier auch nicht mit dem Löffel und schaufel mir das Pulver nackig rein. Eiweißpulver ist bei mir immer Teil eines größeren Ganzen, also einfach nur eine Zutat, und das relativiert dann nämlich auch so manche Kritikpunkte, die mir immer in einer Endlosschleife auf dem Tablett serviert werden.

Hach ja, was wirft man dem Eiweißpulver immer alles vor…

Total künstlich, viel zu viel Protein, alles denaturiert, die bösen Süßstoffe und natürlich der Klassiker: Soja ist bääääääääh. Als wäre überall Sojaeiweiß drin.

Es lohnt also ein Blick auf das, was da so umstritten bist. Wenn du ein/e Eiweißpulver-Skeptiker/in bist, habe ich dich vielleicht am Ende des Beitrages so weit, dass du zukünftig selbst zu dem weißen Pulver greifst. Wenn es dafür nicht reicht, erhoffe ich mir zumindest eine erhöhte Toleranzschwelle.

Wobei ich wie immer niemanden bekehren will. Wer kein Eiweißpulver nutzen mag, kann gerne dabei bleiben. Es gibt ja auch durchaus gute Gründe die dazu führen können, dass man davon keinen Gebrauch macht. Es gibt aber eben auch viele Gründe, die den Einsatz rechtfertigen.

Nur, ich werde mir in Zukunft nie wieder Gedanken darüber machen, wie irgendwer das Eiweißpulver in meinen Rezepten ersetzen kann. Das hat mich in diesem Jahr nämlich echt Nerven gekostet und das ist mir einfach zu viel.

Es gibt zum Glück bei mir ja auch Ideen ohne Eiweißpulver, damit wirklich jeder happy wird.

Let´s do the Eiweißpulver-Twist…

Fakt Nummer 1: Eiweißpulver hat immer einen natürlichen Ursprung!

Also da mauschelt kein Frankenstein irgendwelche Chemikalien zusammen, sondern Eiweißpulver besteht fast komplett aus:

  • Milch (Casein und Whey)
  • Hühnerei
  • Soja
  • Hanf
  • Reis
  • Erbse
  • Kürbiskern

Du siehst, die Herkunft eines Eiweißpulvers kann tierischer Natur sein, aber es geht auch pflanzlich. Aber alle gängigen Pulver haben eine natürliche Herkunft. Gerade für die Freunde der veganen Zunft sind Eiweißpulver eine gute Möglichkeit ihren Eiweißbedarf ausreichend zu decken.

Ich will mich heute mit dir aber nicht durch alle Arten der Eiweißpulver hecheln, sondern mich um die Pülverchen kümmern, die überwiegend in Gebrauch sind, bzw. die in der Happy-Carb-Küche in Einsatz kommen. Also Eiweißpulver, die auf Basis des Grundstoffs Milch gemacht werden, wo Casein und Whey den Hauptteil des Pulvers ausmachen.

Es ist nicht so, dass ich pflanzliche Pulver komplett meide.

Nein, ich habe auch ein Reisprotein hier, was mir übrigens überhaupt nicht schmeckt, und ich habe auch Kürbiskernprotein da, was für herzhafte Backwaren eine schöne Ergänzung ist. Sojaeiweiß verwende ich nicht, denn ich bin ja erklärtermaßen keine große Sojaesserin. Dazu, und das verrate ich schon vorweg, schmeckt das Sojaeiweiß, oder Eiweißpulver mit Soja drin auch am wenigsten lecker. Wenn also mal ein Gericht wie eingeschlafene Füße schmeckt, kann das auch am Eiweißpulver liegen. Schau da doch einfach mal das Kleingedruckte an, aus was dein liebes Pülverchen so besteht.

Huch, schon wieder verplappert…

Erst einmal ist es total verrückt, wie viele Eiweißpulver es gibt. Gemessen an dem Angebot an Herstellern und Varianten, ist es fast unmöglich, einen vernünftigen Überblick zu bekommen. Macht aber nichts, denn Ziel ist hier ja kein Markenvergleich, sondern generell mal mit einigen Vorurteilen aufzuräumen.

Wie wird denn eigentlich aus Milch ein Eiweißpulver?

Ganz einfach. Wir haben also einen natürlichen Grundstoff, und das ist Milch. Den Teil mit der Kuh spare ich mir jetzt mal. Wobei ich als Mädel vom Land dazu auch einiges berichten könnte. Ich hatte nämlich in erster Ehe in einen Bauernhof eingeheiratet und stand wirklich schon im Kuhstall. Wer knöchelhoch in Kuhscheiße gestanden hat und 35 Meter Milchleitung geputzt hat, weiß zumindest ziemlich sicher, dass Kühe nicht lila sind.

Zurück zur Milch…

Die Milch muss zuerst getrennt werden in Casein (Milcheiweiß) und Molke (die enthält das Molkeprotein). Aus der Molke wird dann das hochgelobte Whey-Eiweißpulver. Irgendwo witzig, denn das ist eigentlich ein Abfallprodukt der Käseherstellung und wurde früher als Abfall weggekippt. Aber inzwischen wird in der Käserei die Molke aufgefangen und weiterverarbeitet. Oder aber wir befinden uns jenseits der Käserei und die Milch wird komplett in Pulver verarbeitet, also in Casein und Whey. Das geht mit vorheriger Trennung, aber auch ohne.

Ich bin schon wieder zu schnell…

Noch ist die Milch aber viel nass, und das darf so nicht sein. Dazu muss der Proteingehalt erhöht werden. Außerdem sind in der Milch bzw. der Molke auch noch Bestandteile, die im fertigen Pulver nicht mehr enthalten sein sollen. Ich nenne da mal Milchfette und auch den Milchzucker. Also wird die Milch bzw. die Molke durch ein System von Rohren geschickt, in denen gefiltert wird. Bei der Mikrofiltration werden diese unerwünschten Bestandteile entfernt. Klingt wenig spektakulär und auch wenig künstlich.

Du filterst daheim vielleicht gelegentlich ja auch mal was. Alles im grünen Bereich…

Nach der Filterung hat sich der Eiweißgehalt bereits erhöht. Aber nun muss eben noch die Flüssigkeit weg. Auch hier kommt ein maschinelles Verfahren in Einsatz, wo durch heiße und kalte Luft das Wasser entzogen wird und am Ende ein Pulver, also ein Konzentrat übrigbleibt.

Klingt das jetzt irgendwie anrüchig oder schlimm? Also für mich nicht. Ich habe auch schon Gemüse gedörrt um Chips zu bekommen. Nur weil das Wasser weg ist, wird ein Lebensmittel ja nicht automatisch doof.

Um Casein und auch Whey herstellen zu können, wird in der Regel die Milch in beide Bestandteile getrennt. Gerade, wenn die Käserei nicht den Job schon macht und nur mit Molke weitergearbeitet wird, muss also der Arbeitsschritt der Säurefällung vorgeschalten werden.

Das klingt doch jetzt endlich nach Hexenwerk und ganz fiesem Einsatz der chemischen Keule.

Aber auch da kann ich dich beruhigen. Denn, wenn du jemals selbst Quark gemacht hast, dann bist du selbst ein gemeiner Säurefäller. Du nimmst Milch, packst Milchsäurebakterien und/oder Lab dazu und schon trennt sich die Milch in Casein und Whey (Molke). Klar, da passiert etwas mit den Eiweißmolekülen.

Oh mein Gott. Das natürliche Eiweiß der Milch denaturiert. So ein Mist aber auch.

Trotzdem. Du merkst schon. Eigentlich ist die Herstellung eine Eiweißpulvers weniger spektakulär als gedacht und vor allen Dingen weniger giftig, als oftmals getan wird. Beim leckeren Käse stellt sich da doch auch keiner die Frage, wie das zu Käse wurde.

Übrigens, wenn das Verfahren zur Säurefällung angewandt wird, entsteht Calcium Caseinat. Du findest den Begriff vielleicht auf deiner Packung des Eiweißpulvers.

Wird ungetrennte Milch mikrofiltriert und getrocknet bis zur Pulverisierung, dann entsteht Micellar Casein, was 20% Whey und eben 80% Casein enthält. Das ist in der Herstellung schonender als die Säurefällung und ergibt ein Eiweißpulver, was die natürliche Eiweißzusammensetzung der Milch widerspiegelt.

Aber auch beim Whey gibt es mehrere Arten, die sich je nach Herstellungsart im Eiweißgehalt, und im Gehalt von Fett und Kohlenhydraten unterscheiden.

Es gibt das Konzentrat, das Isolat und das Hydrolysat.

Die Herstellung des Konzentrats aus der flüssigen Molke hatte ich gerade beschrieben. Isolat entsteht dagegen durch noch feinere Ultrafiltration, oder auch, was die nicht so gute Variante ist, durch ein chemisches Verfahren. Aber eben nicht zwangsläufig und die qualitativ bessere Wahl ist der Weg über die Ultrafiltration.

Der dritte Weg ein Whey zu erhalten, ist der zum Hydrosalat.

Ja, da haben wir nun den Salat. Nein, natürlich meine ich Hydrolysat und das entsteht durch eine enzymatische Aufspaltung. Das Molkepulver kann auf diesem Herstellungsweg bist zu 96% Protein enthalten, schmeckt aber angeblich echt nicht gut. Dazu so teuer, dass es nicht häufig verwendet wird.

Du bist jetzt verwirrt, was das überhaupt mit dem Whey und Casein soll und wann was besser ist?

Hier einige Infos zum Whey (Molkeneiweiß):

  • höchste biologische Wertigkeit der Aminosäurenkombination (104)
  • schnellste Verwertung im Körper mit einem Peak nach 30-60 Minuten
  • perfekt um nach dem Muskeltraining die Muskeln wachsen zu lassen
  • fordert eine große Menge an Insulin um die Aminosäuren in die Zellen zu schieben
  • kurzer Sättigungsspielraum
  • gibt beim Backen wenig Volumen
  • geschmacklich eher unspektakulär
  • optimales Eiweißpulver für Sportler mit dem Ziel des Muskelaufbaus

Hier einige Infos zum Casein (Milcheiweiß):

  • geringere biologische Wertigkeit der Aminosäurenkombination (77)
  • langsamere und kontinuierliche Resorption der Aminosäuren
  • längerfristige Versorgung des Körpers mit Eiweißbausteinen (3-4 Stunden)
  • gibt Sättigung über mehrere Stunden
  • gibt beim Backen Volumen und Fluffigkeit
  • wohlschmeckend und angenehm von der Sensorik
  • optimales Eiweißpulver für Diäten mit dem Ziel der Gewichts- und Fettreduktion

Bekanntermaßen bin ich ja total unverschämt und will für mich immer alles. Also ich will natürlich viele tolle Aminosäuren und da die bestmögliche Kombination. Dazu will ich auch lange satt sein und will meinen Körper über Stunden mit wichtigen Eiweißbausteinen versorgt wissen. Außerdem will ich ein Eiweißpulver, was nicht nur nach dem Sport meine Muckis pimpt, sondern ich will auch eines haben, was mir als Basis für mein Schokotraum-Müsli taugt und mit dem ich auch wunderbare Ergebnisse beim Backen erzielen kann. Das dann noch in einer Kombination, die so schmeckt, dass mir beim Bissen in mein Apfel-Walnuss-Frühstücksbrötchen nicht die Gesichtsnerven vor Schreck erschlaffen.

Es ist also nicht so einfach. Dementsprechend lange habe ich nach einem Pulver gesucht, was meine persönlichen Anforderungen erfüllt und mich happy macht.

Meine Entscheidung ist dann auf ein Mehrkomponenten-Eiweißpulver gefallen, wo ich all diese Eigenschaften vereinen kann.

Hier einige Infos zu (m)einem Mehrkomponentenpulver, was aus Casein, Whey und Ei-Eiweiß besteht:

  • optimales Aminosäurenprofil durch die Kombination verschiedener Eiweißquellen
  • unterschiedliche Verwertungszeiten sorgen für eine langfristige Versorgung mit Eiweißbausteinen
  • lange Sättigung durch den Anteil an Casein im Mehrkomponentenpulver
  • perfekter Allrounder für eine Vielzahl von Gelegenheiten (Low Carb Backen, als Mahlzeitenersatz, für die Sporternährung, als Unterstützung beim Gewichtsmanagement)

Zu Beginn meiner “Low Carb Karriere” habe ich mich wirklich durch diverse Eiweißpulver getestet. Dabei habe ich eben auch gelernt, dass das Pulver aus dem Drogeriemarkt, dem hochwertigeren Pulver aus dem Fachhandel unterlegen ist. Sei es, was die Wertigkeit des Aminosäurenprofils angeht, aber auch, was am Ende Geschmack und Erfolg der Küchenzaubereien angeht.

Meine Happy-Carb-Rezepte sind auf mein persönlich ausgewähltes Eiweißpulver abgestimmt. Das besteht übrigens in der Natural-Variante aus  Calcium Caseinat (40%), Eiprotein (25%), Milchprotein-Isolat (15%), ultrafiltriertes Molkeneiweißkonzentrat (15%), dem Verdickungsmittel Xanthan und als Emulgator ist Sojalecithin enthalten.

Keine Angst, du kannst auch ein anderes Pulver nehmen. Niemand muss sich mein Pulver kaufen. Aber du musst wissen, dass du unter Umständen bei deinem Lieblingspulver Anpassungen vornehmen musst, was die Menge und auch ein zusätzliches Bindemittel angeht.

Sonst geht das eine oder andere Rezept in die Hose. Das will ich natürlich nicht.

Wenn Eiweiß denaturiert, und es eigentlich schnuppe ist…

Ein Vorwurf, der immer durch die Gazetten geistert ist, dass Eiweißpulver denaturiert ist und der Wert des Eiweißes dadurch geringer wäre. Alleine dieser vermeintliche Umstand macht das weiße Pulver für einige Leute schon ungenießbar. Es ist tatsächlich so, dass im Rahmen der Verarbeitung und auch durch Hitze das Eiweiß aus der ursprünglichen Milch denaturiert.

Aber was bedeutet das denn konkret für uns und für die Verwertbarkeit?

Denaturierung bezeichnet die strukturelle Veränderung von Biomolekülen. Ursache können sein physikalische oder auch chemische Einflüsse. Mit der Denaturierung geht der Umstand einher, dass, zum Beispiel die Eiweißmoleküle, ihre ehemalige Aufgabe nicht mehr erfüllen können. War das Hühnerei mal dazu gedacht ein neues Küken zu werden, ist es dazu in der Pfanne gebraten nicht mehr zu gebrauchen. Es ist durch die Hitze denaturiert und es gibt kein Weg zurück. Ich denke über den Gehalt von Vitaminen und Aminosäuren bei einem Spiegelei, brauchen wir nicht diskutieren.

Ein Ei ist ein tolles Lebensmittel!

Oder würdest du auf gebratene Eier mit der Begründung verzichten, dass diese total denaturiert sind?

Machst du nicht. Du bist ja nicht blöd, sondern freust dich über das hochwertige Eiweiß vom Ei. Der Wert des Eiweißes wird durch die strukturelle Veränderung der Denaturierung nicht geringer für uns Menschen.

Wenn du aber trotzdem dein Eiweiß ab sofort lieber flüssig, also roh und damit total natürlich, zu dir nehmen willst, sei dir gesagt, dass spätestens im Magen unser Verdauungssystem das Eiweiß sowieso denaturieren würde um es anschließend zu verwerten. Du brauchst also kein glibbriges Eiweiß futtern.

Selbstgeißelung war ein Trend im Mittelalter, heute kannst du das getrost sein lassen.

Also cool down bei dem Vorwurf, Eiweißpulver sei denaturiert und schlecht für den Körper. Dem ist nämlich nicht so. Wir dürfen Eiweißpulver essen, auch wenn dieses vorher verarbeitet wurde und unser Körper wird diese Aminosäuren an den Stellen im Körper einsetzen, wo diese gebraucht werden.

Juchhuuuuuuu….

Was sonst so drin ist…

In der Regel kommen Eiweißpulver mit Zusatzstoffen daher. Meist mit einem Verdickungsmittel, sei es Xanthan, Guarkernmehl oder auch Johannisbrotkernmehl. Das ist normal und sorgt für eine Cremigkeit und gibt gerade beim Backen Halt. Ohne diese Zutat wäre die Konsistenz auf dem Gaumen traurig und bei Backwaren, müsste man das Bindemittel häufig noch zusätzlich hinzufügen. Übrigens, alle diese Bindemittel sind als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und habe eine der bösen E-Nummern. Wobei ich auch die eben differenzierter sehe und nicht alles über einen E-Kamm schere. Da gibt es Nümmerchen, die sehe ich kritischer und viel weniger gerne auf meinem Teller.

Aber wer generell E-Nummern frei leben will, bekommt hier schon mal mit den genannten Verdickungsmitteln ein Problem und muss sich dann doch vom Eiweißpulver verabschieden.

Und von so einigem anderen eben auch! Wusstest du eigentlich, dass E 300 ganz einfach Vitamin C ist?

Aber da war doch was mit dem Soja…

Ich meide Sojaeiweiß und würde nicht zu einem Eiweißpulver greifen, was darauf als Eiweißquelle setzt. Weshalb das so ist, habe ich in meinem Beitrag über Soja bereits bekaspert. Deshalb scheiden für mich aber auch die meisten Drogeriemarktpulver aus.

Nun taucht in der Liste meines Lieblingseiweißes auch noch Sojalecithin auf. Brrrrrr. Wie kann das?

Warum überhaupt Emulgatoren?

Emulgatoren verbinden in zahlreichen Lebensmitteln Stoffe, die sich sonst nicht so einfach miteinander vermischen würden. Wasser und Öl, bekommst du ohne Emulgator nicht zu einer homogenen Creme, wenn nicht ein Emulgator zaubern würde. Auch im Eiweißpulver ist das natürlich hilfreich. Und das Sojalecithin ist sicher einer der am meisten verwendeten Emulgatoren. Natürlich hat auch das Sojalecithin eine E-Nummer, wenn wir schon mal dabei sind. Das Sojalecithin ist sicher nicht mein Lieblingsbestandteil des Eiweißpulvers. Aber die Menge ist so gering, dass ich das billigend in Kauf nehme. Mein Leben, meine Entscheidung.

Ich esse übrigens auch Schokolade, in der Sojalecithin enthalten ist. Weil das eben bei fast allen Schokoladen der Fall ist.

Da das Sojalecithin selbst als absolut unbedenklich gilt und vom menschlichen Organismus vollständig verwertet wird, ist das, so meine persönliche Meinung, zu verschmerzen. Dazu enthält Sojalecithin kein Sojaeiweiß und keine Phytoöstrogene. Wer sich aber nicht gut dabei fühlt, verzichtet darauf.

Aber, wir können auch einfach die Kirche im Dorf lassen und weniger Angst haben und mehr leben.

Am Ende trifft jeder für sich die Entscheidung, wie eng er das halten kann und will. An der einen oder anderen Stelle tut etwas weniger Verbissenheit auch einfach gut.

Bitte nur auf jeden Fall die Finger weg von Sojalecithin, wenn eine Soja-Allergie besteht. Da gibt es auch keinen Verhandlungsspielraum. Denn in dem Fall macht nicht die Dosis das Gift, sondern das Soja ist für die allergischen Menschen hochgradig gefährlich.

Also, doch alles nicht so schlimm, mit dem Eiweißpulver?

Ich denke ich konnte zeigen, dass ein Eiweißpulver, was ohne Aromatisierung und ohne künstliche Süßmittel daherkommt, ohne Bedenken in die Ernährung mit einbezogen werden kann.

Schwieriger wird es, wenn wir den geschmacklosen Pfad verlassen…

Es gibt Eiweißpulver in allen Geschmacksrichtungen und natürlich auch bereits gesüßt. Ich verwende diese ebenfalls gerne, auch weil ich natürlich als Testbäckerin sowieso einen höheren Bedarf habe.

Dazu stehe ich mit etwas künstlichem Aroma oder einem Süßstoff nicht auf Kriegsfuß. Ich kann aber auch gut verstehen, wenn jemand lieber darauf verzichten mag. Wenn dem so ist, dann bitte einfach das Eiweißpulver Natural mit echter Vanille oder Kakao, und natürlich etwas Stevia oder anderer Süße aufpimpen.

Man muss sich doch nur immer zu helfen wissen. Ich bin da nur etwas gemütlicher drauf.

Meine Ernährung besteht nur aus einem kleinen Teil aus Sachen, die auch mal künstliche Stoffe enthalten. Da finde ich teilweise die Hatz, die auf die Süßstoffe gemacht werden, eher schräg. Ich bin weder eine Maus, noch würde ich einen Süßstoff in 1000facher Überdosierung zu mir nehmen. Und selbst das, würde ich noch ohne Probleme überleben.

Wenn ich aber einen lebenswichtigen Stoff wie Salz, 1000fach überdosiere, bin ich mausetot. Eigentlich müssten die einschlägigen Internetseiten voll sein mit Warnungen vor all dem, was in 1000facher Dosierung ungesund ist. Und da sind ganz “normale” Stoffe gefährlicher als so mancher Süßstoff.

Gemessen am jahrelangen Einsatz von Süßstoffen und auch der Mikrowelle (auch so ein Reizthema), bin ich bei den ganzen Horrormeldungen im Internet immer wieder überrascht, dass die Weltbevölkerung wächst, dabei immer älter wird und nicht schon längst ausgestorben ist.

Alles was wir zu uns nehmen hat Auswirkungen auf uns, unseren Stoffwechsel, unsere Darmflora und häufig auch auf unsere Psyche, besonders, wenn wir uns total verrückt machen, weil wir denken, dass alles schlecht für uns ist. Wenn du etwas nicht gut verträgst, dann lass es weg. Das ist zumindest meine Maxime. Beim Rest kann man schauen und ab und zu geben.

Klar, es geht auch ohne Süßstoffe. Aber es geht auch ziemlich gesund mit. Ich bin nicht perfekt und will es auch nicht sein.

Bitte im Perfektionierungswahn nicht vergessen, dass wir alle jeden Tag, ob wir wollen oder nicht, Stoffe zu uns nehmen, die uns mehr oder weniger gut tun. Ganz oft essen wir die sogar mit total gesunden und natürlichen Lebensmitteln. Aber hey, wir haben ein super Entgiftungssystem in unserem Körper, dass sich jeden Tag bemüht alles im Gleichgewicht zu halten. Wichtig ist dabei eine vernünftige Zusammenstellung der Makronährstoffe (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate) und eine gute Versorgung mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen und ausreichend Flüssigkeit. Und wenn da mal was zu viel ist oder was nicht passt, dann scheidet unser dufter Körper das einfach aus.

Denn huch, manchmal ist “gesund”, in großen Mengen doch nicht so gesund wie gedacht.

“Kann ich da nicht auch Mandelmehl nehmen oder Leinsamenmehl?”

Ich sag ja immer: Können tut man viel. Ob es Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt.

Die Eiweißpulververmeider greifen sehr gerne und sehr reichlich zu Nussmehlen und auch zu Mehlen, die aus Saaten gemacht wurden, wie z.B. Leinsamen und Co. Das ist super. Ich verwende diese Mehle nämlich auch sehr gerne. Nur mag ich die halt nicht in den Mengen einsetzen, wie sie in Mono-Rezepten häufig verwendet werden.

Und das aus gutem Grund…

Gerade die Ersatzstoffe, die im Gegenzug fürs Eiweißpulver verwendet werden, haben nämlich auch Inhaltsstoffe, die in vernünftigen Mengen harmlos, aber in geballten Mengen wenig lustig sind für den Körper. Bei so manchen Rezepten, wenn dann wieder gegen mein Eiweißpulver oder meine geliebte Haferkleie geschossen wird, denke ich mir dann schon:

Wie viele Nüsse und Samen sind am Tag eigentlich gesund?

Du setzt lieber voll auf Mandelmehl? Wie lecker. Mandeln sind auch toll. Nur bitte dran denken, dass Mandeln pro 100g ca. 12,1g PUFA enthalten. Also 12 g vom entzündungsförderndem Typ Omega 6 und im Gegenzug nur knapp unter 0,1 g vom entzündungsdämpfenden Typ Omega 3. Ich weiß, ich schulde noch einen Beitrag über das Fett und das gesunde Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6. Aber mit einer dauernden Flut an Mandeln oder dem krassen Einsatz von Mandelmehl, arbeitet man da deutlich in die falsche Richtung. So viel schon mal vorweg.

Du willst lieber Leinsamenmehl. Coole Kiste. Wäre es, wenn die gesunden Leinsamen nicht auch direkt mit einer übergroßen Portion Phytinsäure um die Ecke kommen würden. In Nüssen und Samen ist von dem Stöffchen drin, was in vernünftigen Mengen günstig ist um vor Darmkrebs zu schützen, aber in großen Mengen die Aufnahme von lebenswichtigen Mineralien verringert.

Du kannst ja gerne mal googlen….

Wusstest du eigentlich, dass Leinsamen häufig mit Cadmium belastet sind? Nicht mal so wenig. Zumindest so viel, dass man pro Tag nicht mehr als 2 Esslöffel á 10 g pro Tag davon essen soll. Das lässt sich sicher gut überwachen, wenn man sich einen Esslöffel voll in den Joghurt rührt. Als Mehl in Brot und Brötchen verpackt, sieht die Welt dann schon unübersichtlicher aus.

Ich will dir auch nicht alles madig machen. Das wäre ja auch totaler Quatsch. Es ist einfach alles eine Frage der Dosierung und der Mischung. Jedes Nahrungsmittel, egal wie gesund es ist, hat auch Schattenseiten. Wichtig ist, möglichst aus einer Vielzahl von Lebensmitteln zu wählen und so zu einer guten Mischung zu kommen. Und ein Teil meines Versuches dessen ist eben, dass ich auch Eiweißpulver einsetze.

Tausche Omega 6 Fette, Phytinsäure, Cadmium und Co gegen hochwertige Aminosäuren.

Es ist manchmal vielleicht schlauer, beim Eiweißpulver nicht nur laut Bäääh zu rufen, sondern nachzudenken und mal zu schauen, was sich denn sonst so in dem Brot oder dem Kuchen befindet.

Mein Tipp ist ja dazu eh, mit den Backwaren sehr dosiert und genussvoll umzugehen. Vielleicht erinnerst du dich ja noch an meinen Beitrag von den Nachbauten.

Übrigens mischen auch die meisten Profis, mehr oder weniger gut, die hauseigenen Backmischungen oder fertigen Eiweißbrote aus verschiedenen Bestandteilen. Da finden sich gelegentlich weniger schöne Dinge, wie Weizenkleber oder Sojamehl in den Zutatenlisten. Auch der reichliche Gebrauch von Sonnenblumenkernen und Co ist weit verbreitet, und Kerne und Saaten finden sich gerne ganz vorne in den Zutatenlisten.

Wie oft kommt die Empfehlung, auf Sonnenblumenöl zu verzichten? Empfehle ich ja auch. Ich sage nur als Stichwort: Omega 6 Überschuss. Aber als Ersatz für Eiweißpulver wird dann aus Bergen von Sonnenblumenkernen im Brot plötzlich eine gesunde Sache und gelobtes Healthy Fat.

Ja, klar…

Und selbst in den Backmischungen/Eiweißbroten im Handel findet sich immer denaturiertes Eiweißpulver. Das kann dann eben mal Erbsenprotein, Sojaeiweiß, Casein oder eben auch Eiklarpulver sein. Alles Eiweißpulver und sicher nicht so trocken aus dem Huhn gefallen. Ist ja auch OK. Die Profis wissen schon, wie man es gut macht. Nur wo bei mir manchmal offen gemeckert wird, ist das Pulver an anderer Stelle auf einmal OK.

Verrückte Ernährungswelt…

Nochmal einen Blick darauf, wann es aus meiner Sicht Sinn macht, den Einsatz von Eiweißpulver sehr restriktiv zu handhaben. Du merkst schon, Verbote wird es bei mir nicht geben.

Alle Freunde der ketogenen Ernährung müssen die Eiweißzufuhr überschaubar halten, denn ein zu viel an Eiweiß wird vom Körper in Zucker umgewandelt. Dazu kann auch eine eiweißbasierte Insulinantwort die Ketose beeinträchtigen. Keto ist eine Ernährungsform, bei der es die Personen gewohnt sind mit einigen “Einschränkungen” zu hantieren. Von daher sind da die meisten Ketarier eh schon sehr vorsichtig und aufmerksam, gerade weil die meisten Ketarier aus medizinischen Gründen die Ernährungsform wählen und sich entsprechend verantwortungsvoll mit der Umsetzung beschäftigen.

Dazu müssen Menschen mit Nierenproblemen die Eiweißzufuhr vorsichtig gestalten. Hier ist es besser, beim Eiweißpulver nicht zu großzügig zu sein. Auch wer zu Gicht oder Harnsäureproblemen neigt, sollte mit dem Eiweiß generell und dem übermäßigen Einsatz von Eiweißpulver vorsichtig sein.

Die Dosis macht das Gift. Das könnte ich mir fast schon tätowieren lassen…

Aber sonst, wenn nicht irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten dagegen sprechen, dann greife zum Eiweißpulver. Lass dir nur nicht mehr sagen, dass es per se schlecht wäre, so ein “Pülverchen” zu verwenden. Du weißt jetzt ja, warum.

Eh ich es vergesse, habe ich auch noch einen ganz praktischen Vorteil des Eiweißpulvers für dich. Ich bewerte das ja auch aus den Augen einer braven Hausfrau. Das Eiweißpulver ist in der Regel länger haltbar und besser aufzubewahren als Nuss- oder Saatenmehle, die schneller verderben, gerne auch mal mit Lebenmittelmotten in die heimatliche Wohnung kommen, oder auch Schimmelpilze (Aflatoxine) enthalten. Das ist bestimmt keine Absicht der Hersteller der empfindlichen Mehle, kommt aber immer wieder vor und liegt in der Natur der sensiblen Zutaten.

Manchmal sind die Dinge eben anders, als sie auf den ersten Blick scheinen.

Lieben Dank, dass du dich bis zum Ende durch meinen Beitrag durchgeboxt hast. Einen tollen 4. Advent wünsche ich dir und macht dir ein schönes Wochenende.

Mit oder ohne Eiweißpulver, mir ist beides recht. Mach dein Ding, so wie du es für richtig hälst. So mache ich es nämlich auch.

Happy Grüße, Betti

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69 Kommentare auf "Mein Reizwort des Jahres: Eiweißpulver"

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Sarah
Sarah

Hallo Betti,

ich habe mir das Eiweißpulver, welches du empfiehlst, gekauft und bin sehr zufrieden 🙂
Ich habe jedoch gesehen, dass es auch noch andere Eiweißpulver von ESN gibt. Kannst du mir sagen, welchen Vorteil das Elite Pro Complex gegenüber dem Designer Whey hat? Ich blicke da nicht durch.. Das Designer wäre nämlich (minimal) günstiger und gibt es noch in vielen anderen Geschmacksrichtungen.

Liebe Grüße und danke,
Sarah

Ann-Kathrin
Ann-Kathrin

Liebe Betti,
ich würde sehr gerne die Laugenbrötchen machen, habe aber nur Vanille Eiweißpulver.. Gibt es einen Ersatz dafür?
Liebe Grüße

cardis
cardis

Liebe Betti,
vielen Dank, dass Du Dir so viel Mühe mit Deiner Seite gibst! Ich finde Sie toll! Auch mein Grundgedanke war zuerst, Eiweißpulver lass ich besser weg. Das “Billigzeug” aus dem Drogeriemarkt war wirklich eklig, das kann nicht besser gehen. Aber, ich habe mich durch Deinen Beitrag “durchgeboxt” – was übrigens bei Deiner Schreibweise nun gar nicht schwer ist, sondern eher erheiternd – und bin zum Schluss gekommen, dass es wohl doch noch einen Versuch wert ist. Danke für Deine vielen tollen Tips!

Drako
Drako

Wunderschöner Beitrag!
Bin über den Blog wegen der Rezepte gestolpert, hab dann das ESN-Bildchen gesehen und neugierig draufgeklickt… und paarmal köstlich gelacht. Manche sollten erstmal die Brain.exe aktivieren oder zumindest Google benutzen, bevor sie irgendwelche “Iiiih, Pulver” – Kommentare von sich geben.

Ich bin übrigens auch ESN-Fan, vom Preis/Leistungsverhältnis hab ich noch nichts besseres gefunden und die Sortenvielfalt haut mich immer wieder um 😀

Genussspecht.net
Genussspecht.net

Schöner Beitrag, liebe Betti.
Sowohl die “Angst vor EWP-” (ganz am Anfang von LC) als auch die Drogeriemarkt-EWP-Phase habe ich selbst irgendwann erfolgreich hinter mich gebracht, man lernt in der Küche ja genauso dazu wie überall sonst auch.
Sei bitte nur nicht zu streng mit deinen Usern, da fangen viele ja gerade erst an, sich mit LC auseinanderzusetzen. Was natürlich absolut kein Grund ist “bäh” unter eines deiner Rezepte zu schreiben, weil da EWP drin ist – hab ich auch schon gelesen bei den Kommentaren. Sowas macht man nicht, da hat du völlig Recht.
Zur Zeit experimentiere ich persönlich viel mit veganem EWP (meines aus Erbsen, Reis und Hanf, obwohl ich Soja überhaupt nicht abgeneigt bin), dessen Backeigenschaften durchaus ok sind, wenn man nicht 100%iges LC braucht. Ich nehme ganz gern 20g Mehl und 80g veganes EWP, das hält wunderbar zusammen. Aber das kommt natürlich immer auf die eigenen Prioritäten an.
Lass dich nicht ärgern und verweise einfach stumm auf diesen Beitrag von dir. Deine Rezepte sind klasse und ich mag es sehr, dass du dich über die Inhaltsstoffe so gut informierst!
Ganz liebe Grüße und schöne Wünsche für dieses neue Jahr
Katharina

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