Meine heiße Liebe

Tagebuch

Meine heiße Liebe

22.08.2014 – Meine heiße Liebe – Gewicht 78,1 kg

Ich kann genau sagen, wann er in mein Leben getreten ist. Es war ein schmuddeliger Tag im Dezember und es war in Frankfurt am Main. Als ich das erste Mal sein tolles Aussehen bemerkte, war es um mich geschehen und ich war verliebt. Ich wollte ihn, musste ihn unbedingt haben und das um jeden Preis.

Nicht viel später stand er dann endlich bei mir in der heimatlichen Wohnung. Ich war nervös, als ich mit zitternden Händen über seinen gestählten Körper strich. Er hatte offensichtlich alle Qualitäten, die ich freudig erwartet habe.

Er ist stark, extrem ausdauernd und bewegt sich in einem Rhythmus, der mich zum Schwitzen bringt.

Erst bestieg ich ihn nur für einige Minuten, aber inzwischen verbringe ich Stunden auf ihm bis zur totalen Erschöpfung.

Du hast das Gefühl, du bist im falschen Blog gelandet?

Bevor ein falscher Eindruck entstehen könnte, stelle ich dir besser meine heiße Liebe vor:

Sein Name ist Taurus, um genau zu sein Taurus X7.1 und „er“ ist ein toller und stabiler Crosstrainer. Genauer gesagt ist es ein Ellipsentrainer, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe.

Warum ich mich für einen Crosstrainer entschieden habe, hat mehrere Gründe.

  • Ich suchte ein Trainingsgerät für daheim mit dem ich zeitlich und wettermäßig unabhängig bin
  • Das Trainingsgerät sollte den ganzen Körper beanspruchen und nicht nur die Beine
  • Ich wollte beim Training nicht sitzen, weil mir sonst gleich der Hintern weh tut (Fahrrad und Rudergerät schieden damit aus)
  • Das Trainingsgerät sollte für mein hohes Gewicht geeignet und möglichst gelenkschonend sein
  • Ich wollte kein Laufband, weil ich ja sowieso mit Nordic Walking schon eine Laufdisziplin mache
  • Es musste ins Budget passen (OK, das habe ich überschritten)

Es war dann auch wirklich so, dass ich zu Beginn des Trainings nach 5 Minuten vor Erschöpfung fast vom Gerät gefallen wäre, so bescheiden war mein Fitness-Level. Aber Minute für Minute habe ich mich gesteigert.

Merkwürdige Ideen fordern anstrengende Opfer

Mein aktueller Crosstrainer-Rekord liegt inzwischen bei unglaublichen 100 Minuten. Keine Angst, das ist kein normales Pensum, sondern ich wollte nur mal sehen was mit der Displayanzeige passiert, wenn es dreistellig wird.

Ach, damit du das nicht auch noch testen musst: Nach 99 Minuten Training springt die Anzeige wieder auf 0. Für diese Erkenntnis habe ich dann eben mal kurze 100 Minuten ordentlich geschwitzt.

Im Normalfall zappele ich 45 Minuten auf meinem Liebling Taurus und höre dabei entweder Musik oder schaue auf dem PC eine Folge meiner Lieblingsserie. Die Zeit vergeht so wie im Flug und es kommt eigentlich keine große Langeweile auf.

Für mich ist mein geliebter Taurus eine Investition, die sich in Form von verlorenen Fettkilos amortisiert. Durch die unterschiedlichen Programme bietet mir mein Crossi, wie ich ihn liebevoll nenne, gleichzeitig ein gutes Herz-Kreislauf-Training und macht dazu noch einen knackigen Arsch. Was will ich mehr?

Von daher hoffe ich auch für die Zukunft auf eine dauerhafte und innige Beziehung und viele gemeinsame Stunden voller Zweisamkeit.

Nachdem in dieser Woche ganz deutlich der Herbst in der Luft lag, bin ich fast ein bisschen melancholisch, weil sich der Sommer so einfach aus dem Staub macht. Ich liebe zwar alle Jahreszeiten, aber insbesondere der Wechsel von Sommer in den Herbst lässt mich etwas Wehmut fühlen. Nicht mehr lange und in den Supermärkten liegen wieder Lebkuchen und ruck zuck ist das Jahr vorbei.

Auch in meinen Ohrstöpseln ist der Stimmungswechsel zu spüren und ich habe ein Musik-Update meines MP3-Players gemacht. Während im Sommer Helene Fischer atemlos mit mir viele Kilometer unterwegs war, bin diese Woche mit Madeline Juno auf Error meines Weges entlang geträllert. Hoffentlich haue ich mir nächste Woche dann nicht schon Last Christmas um die Ohren. Passieren kann das, wenn ich entsprechend in Stimmung komme.

Bei mir ist in diesem Jahr super viel passiert und ich muss das alles erst einmal in Ruhe verarbeiten. Auch meine geänderte Gewichtssituation empfinde ich immer noch als surreal. Ich sah mich nie so dick wie ich war und sehe mich jetzt nicht so „dünn“ wie ich bin. Im Spaß sage ich manchmal auch, dass es sich so anfühlt, als wäre der Körper voran gegangen und der Kopf hinkt noch hinterher.

Von daher hat das Schreiben meines Blogs fast therapeutische Wirkung für mich.

Ich möchte mich bei dir bedanken, dass du dir die Zeit nimmst um meine Arien zu lesen. Wenn dir mein Blog gefällt wäre es schön, wenn du ihn an anderer Stelle (z.B. Facebook Gruppen) und bei deinen Freunden empfehlen würdest. Ich freue mich natürlich über eine große Leserschaft, was bei den Unmengen an Blogs im Internet nicht einfach zu erreichen ist.

Mein Gewicht bewegt sich weiter im gefühlten Schneckentempo nach unten, aber Hauptsache nach unten. Im August jetzt bisher etwas mehr als 2 kg weniger. Damit kann ich aber wirklich zufrieden sein. Der Monat ist ja auch noch nicht vorbei.

Gegessen habe ich heute auch wieder lecker:

Frühstück: Mein Schokotraum-Müsli (das stelle ich dir demnächst vor)

Mittagessen: Hüttenkäse 20% mit Kirschtomaten und Salatgurke

Abendessen: Buntes Ofengemüse mit Schinken und Käse überbacken

Ein extra Rezept ist das Abendessen nicht wert, aber vielleicht interessiert dich doch, wie ich das schnell zubereite:
Zucchini, Champignons, Paprika und Zwiebel (was da ist) grob geschnibbelt in eine Auflaufform werfen, nach Wunsch würzen und mit etwas Olivenöl mischen und zack für 15 Minuten in den Ofen. Dann Würfel aus gekochtem Schinken und Gouda Pikantje oder Gruyere in dünnen Scheiben darauf legen und nochmal für 15 Minuten in den Ofen. Schnell, lecker und macht satt. Ich verarbeite so oft Gemüsereste, die noch im Kühlschrank liegen.

In Kalorien heißt das für den heutigen Tag:

Gegessen habe ich laut www.fddb.info heute insgesamt 1.544 Kalorien, die sich wie folgt aufgeteilt haben:

Kohlenhydrate: 67 g
Fett: 83 g
Eiweiß: 131 g

Pass auf dich auf und tue jeden Tag etwas, was dir Freude bereitet.

Liebe Grüße Betti



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