Avocado ist Bettis Liebling

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Avocado ist Bettis Liebling

und dazu braucht es nicht mal eine Rechtsberatung.

Mir fällt auf, dass jede Menge der trendigen Superfoods ihre Wurzel in Südamerika haben. Denke nur an die Chias zurück, über die ich schon mal einen ausführlichen Beitrag geschrieben hatte.

Heute reise ich wieder Richtung Mexiko mit dir. Aber es wird nicht ganz so exotisch, denn Avocados gibt es schon ewig in jedem Supermarkt und wir müssen dafür nicht extra um die halbe Welt reisen.

Der Ursprung des Avocado-Baumes findet sich im Süden Mexikos. Die Azteken haben relativ früh erkannt, dass die Früchte des 15-20 Meter hohen Baumes wertvoll sind.

Dabei sind die Kerle doch so klein gewesen, dass die sich bestimmt ganz schön strecken mussten um an die Avocados ran zu kommen.

Die Azteken nannten die Avocado „ahuacatl“, was übersetzt “Hoden” bedeutet. Ja, du hast richtig gelesen. Immer wenn ich jetzt prüfend eine Avocado in der Hand halte überlege ich mir, was die Azteken eigentlich für riesige Eier hatten. Zumindest mir sind in der Größe in Natur noch keine begegnet!

Gut, wirklich unbelastet die Reife von Avocados im Supermarkt zu ertasten, ist ab sofort auf jeden Fall vorbei.

Ich sage es auch gleich vorweg. Geschmacklich finde ich eine Avocado nicht gerade berauschend. Deshalb habe ich das knubbelige Gewächs wahrscheinlich auch lange Jahre hartnäckig ignoriert. Und erst seit ich mich kohlenhydratreduziert ernähre, ist die südamerikanische “Alligatorbirne” in mein hungriges Sichtfeld geraten.

Dann klingt mir auch noch immer in den Ohren, dass die Avocado ja soooo fett ist und deshalb ganz schlecht für die schlanke Linie sei.

Und ja, die Avocado gehört zu den fettreichsten Früchten die es gibt.

Wie gut, dass das so ist…

Etwa 85% der Kalorien der Avocado entfallen auf den Fettgehalt der Frucht. Aber das Fett der Avocado hat es in sich, denn es handelt sich zu einem großen Teil um einfach ungesättigte Fettsäuren, die für uns Menschen sehr gesund sind.

Nochmal für jeden, der immer noch mit dem Fett hadert. Nicht das Fett ist böse, sondern es gibt gute und schlechte Fette. Und das Fett der Avocado gehört eindeutig zu den sehr guten Fetten.

Denn die enthaltene Ölsäure (einfach ungesättigtes Fett) macht mehr als die Hälfte des Gesamtfettes aus und dieses Fett hat tolle Eigenschaften. Es hilft nämlich das schlechte  LDL-Cholesterin zu senken und erhöht das gute HDL-Cholesterin. Wie viele Menschen bekommen beim Arzt regelmäßig gesagt, dass der Cholesterinspiegel zu hoch ist. Und Avocado ist ein tolles Lebensmittel um die Blutfettwerte ganz einfach zu verbessern. Die Wirkung ist sogar relativ schnell messbar, denn schon nach einer Woche Avocadogenuss ist der Effekt in Zahlen zu beziffern.

Wie heißt es doch so schön:

One Avocado a day, keeps the doctor away.

Ähm. Räusper. Jaja ich weiß, das ist doch der Apfel. Aber für den Spruch mit dem Apfel bekomme ich immer Ärger und mit der Avocado mache ich Low Carber jeder Couleur happy.

Es ist mir einfach nach Harmonie und Gleichklang.

Dazu wurde in Studien herausgefunden, dass eine Ernährung die reich ist an einfach ungesättigten Fetten ist und arm an kurzkettigen Kohlenhydraten die Insulinsensitivität verbessern kann. Das Ergebnis ist ein niedrigerer Blutzuckerspiegel und eine verbesserte Stoffwechsellage bei Diabetikern. Genau das Ziel, was ich mit meiner Happy Carb Ernährung verfolge.

Es soll bitte Avocados regnen….

Autsch, oder besser doch nicht.

Vorteil der Fettzusammensetzung der Avocado darüber hinaus ist, dass diese über entzündungshemmende Eigenschaften verfügt. Denn die Avocado enthält als weitere Fettbestandteile Phytosterole und auch polyhydroxylierte Fettalkohole (PFA), die beide in die Richtung wirken. Du hast sicher schon gehört, dass eine ungünstige Fettzusammensetzung Entzündungen im Körper fördert und die Avocado stellt da ein gutes Gegengewicht dar.

Ein weiterer positiver Effekt der Avocado-Fette ist, dass die Fettverbrennung gesteigert wird und es dem ungünstigen und hartnäckigen Bauchfett effektiver an die Substanz geht. Dazu ist das Fett der Avocado leicht verdaulich und macht lange satt.

Sag einer nochmal was gegen Fett in der Nahrung…

Viel spricht für die Avocado. Blöderweise finde ich das knubbelige Gemächtgewächs aber immer noch nicht wirklich lecker.

So sehr ich jetzt auch versucht habem die Dinger schön zu schreiben.

Es lohnt sich aber durchaus Gedanken über die Leckermachung zu machen. Und genau das mache ich nun auch fleißig. Schließlich will ich die Vorteile der Avocado für mich nutzen.

Vielleicht sollte ich mich doch mal an einen grünen Smoothie heranwagen…

Durch das Hinzufügen von frischer Avocado an einen Smoothie werden nämlich ganz viele der Nährstoffe, auch die der anderen Smoothie-Zutaten, besser verwertet. Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Lutein, Lycopin, Zeaxanthin und Calcium. Alles diese lebenswichtige Nährstoffe werden um 50-100 % besser vom Körper angenommen, wenn sie mit dem Fett aus der Avocado daherkommen.

Grüne Smoothies. Mist. Ein Modegetränk, was sich mir noch nicht wirklich eröffnet hat. Vielleicht sollte sich das jetzt ändern?

Was hat denn die Avocado neben dem Fett noch zu bieten?

  • Carotine als Vorstufe des Vitamin A für die Blutbildung
  • Lutein für die Augen
  • Vitamin B1 für die Muskel und das Nervensystem
  • Vitamin B2 für die Produktion roter Blutkörperchen
  • Vitamin B3 für das Verdauungssystem und die Nerven
  • Vitamin B5 für das Wachstum und für die Produktion von Hormonen
  • Vitamin B6 für die Bildung von Antikörpern
  • Vitamin C für den Schutz vor freien Radikalen und das Immunsystem
  • Biotin für gesunde Haut, Haare und Nägel
  • Vitamin E für ein fittes Immunsystem und gesunde Blutgefäße
  • Folsäure für die Zellteilung
  • Kalium für die den Wasserhaushalt des Körpers und einen ausgeglichen Blutdruck

OK OK. Ich beginne meinen Tag ab sofort mit grünen Smoothies. Dieser Latte an Nährstoffen habe ich nichts entgegenzusetzen.

Werfen wir einen Blick auf die bei uns im Handel erhältlichen Avocados.

Mist, eben habe ich direkt wieder männliche Geschlechtsteile gedacht. Hiiiilfe. Schnell weiter im Thema.

Im Supermarkt findest du die Avocado in der Regel bei den Früchten.

Bei uns verbreitet ist die Sorte Hass, die eher nussig schmeckt und eine dunkle rubbelige Schale mit grünem Fleisch besitzt. Dann häufig zu bekommen ist die Sorte Fuerte, die mit grüner glatter Schale und gelbem Fruchtfleisch glänzt. Kerne haben übrigens beide Sorten in der Mitte.

Avocados werden unreif geerntet und reifen bei Raumtemperatur in wenigen Tagen nach. Bei dem Tempo ist beim Kauf also auf die Qualität zu achten. Die Avocado sollte nicht zu weich, frei von Rissen, Druckstellen oder anderen Macken sein. Wenn die Außenschale auf Druck leicht nachgibt, dann ist die Avocado in den nächsten 1-2 Tagen verzehrreif. Testen kannst du die Avocado auf den Reifezustand, indem du im Laden den Knubbel am Stilansatz entfernst und die Farbe darunter betrachtest. Ist der Punkt grün, hat die Avocado einen kauffähigen Zustand. Den perfekten Farbton siehst du auf dem Bild bei meiner linken Avocado. Ist es braun unter dem Stilansatz, dann ist die Avocado schon zu reif und du lässt sie besser liegen. Ist es schwarz unter dem Punkt, dann ist die Avocado vergammelt und nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Bitte jetzt aber nicht die Stilansätze aller Avocados im Laden wegknubbeln. Das ist nicht nett gegenüber den anderen Kunden. Bitte nur die Avocado knubbeln, die du dann auch mitnimmst (sofern sie einwandfrei ist).

Daheim kannst du die Reifung verzögern, indem du die Avocado im Kühlschrank aufbewahrst. Das dann aber bitte fern von Äpfeln, denn der Apfel beschleunigt durch das natürliche Pflanzenhormon Ethylen den Reifeprozess der Avocado und das wäre dann ja das Gegenteil von dem, was wir mit der Kühlung erreichen wollen.

Wenn die Avocado aufgeschnitten ist und nicht direkt verbraucht wird, dann braucht es etwas Zitronensaft für die Schnittstelle. Ohne diesen Schutz würden die Schnittstellen braun werden. So behandelt kann die Avocado in Frischhaltefolie gepackt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Bedienungsanleitung!

Die Avocado wird nach dem Waschen ganz einfach längs halbiert. Dann werden die beiden Hälften durch gegenseitiges Drehen getrennt. Nun den Kern mit einem Löffel entfernen und anschließend dem flutschigen Ding gekonnt durch die ganze Küche hinterherjagen.

Ich kann nicht sagen warum, aber diese Kerne machen sich unglaublich gerne selbständig!

Die Schwerkraft ist bei Avocado-Kernen scheinbar vervielfacht. Wäre ich Physikerin, würde ich der Sache auf den Grund gehen. Aber ich unterstelle den Kernen einfach eine gewisse Boshaftigkeit.

Das Fleisch der halbierten Avocado mit einem Messer in Rauten schneiden und dann das Fleisch nach außen wölben und mit einem Messern abschneiden.

Wie für fast alles gibt es auch für die Avocado ein Gerät, was sich für mich als äußerst praktisch erwiesen hat. Zumindest die Problematik mit dem kullernden Kern hat sich damit erledigt. Außerdem ist die Avocado mit dem Avocadoschneider ratzfatz in schöne Streifen geschnitten und dabei gleichzeitig aus der Schale gelöst.

So, jetzt braucht es nur noch leckere Ideen mit gesunder Avocado und nach dem Beitrag hier kannst du mir glauben, werden reichlich Ideen kommen.

2016 wird mein Avocadojahr…

Direkt mit in den Beitrag packe ich den “Frühstücks-Shake”, mit dem ich aktuell gerne in den Tag starte.

Extra nicht Smoothie und nicht grün. Aber natürlich ist auch Avocado drin!

Zum Rezept einfach auf das Bild klicken:

Frühstücks-Shake

Natürlich gibt es auch noch mehr Rezepte mit Avocado auf meinem Blog. Hier geht es zu meinen Avocado-Rezepten.

Weitere Rezepte werden folgen…

In diesem Sinne hoffe ich, dass die Avocado nun auch dein Liebling wird.

Liebe Grüße Betti

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37 Kommentare auf "Avocado ist Bettis Liebling"

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Birte
Birte

Gestern war mir nach fruchtig, cremig und schnell gemacht. 1 Avocado, 1/2 Mango, 1 flacher Esslöffel Acaipulver, 1 gehäufter Esslöffel Eiweißpulver Lemon Cake – alles mit dem Zauberstab durchpürieren und zum Schluss noch Hanfsamen drüber. Das war mein Abendbrot und macht richtig, richtig satt. Noch dazu ist es total befriedigend weil es wie ein supercremiger Pudding daher kommt. Einzig die grüne Farbe ist gewöhnungsbedürftig.

Anonym
Anonym

Hallöchen, heut hab ich meine erste Hass gekauft und die Hälfte schonmal in einem Salat versteckt. Schmeckt tatsächlich gar nicht soo schlecht, wie ich sie in Erinnerung hatte. Morgen kommt die andere Hälfte mit (da muss ich auswärts frühstücken) und wird als Dein derzeitiges Lieblingsfrühstück mit Lachs und Beeren (Heidel bei mir) verzehrt werden.
Das war bestimmt nicht meine letzte Avocado, dank Deiner unermüdlichen Recherchen.
Dankeschööön!
LG
Angge

Anonym
Anonym

Hallo Betti,
ich liebe liebe liebe Avocado, ist seit ich letztes Jahr ich low carb angefangen habe fast ein Grundnahrungsmittel geworden 🙂
Danke für die tollen Rezpte, denn bis auf Guacamole, Avocadofrischkäsedip und pur ( so am liebsten) habe ich sie noch nicht weiter ausprobiert, aber alle deine Rezepte werden folgen!

Liebe Grüße Julia
( sogar aus deiner “Nähe” aber Abtsteinach wird dir vermutlich nichts sagen )

Alexandra
Alexandra

Liebe Betti,
Habe ich das richtig verstanden, dass ich jeden Tag eine Avocado in meinen Tagesplan einbauen kann?
Ich schleiche schon seit geraumer Zeit um Deinen Blog herum und bin sehr begeistert. Habe mich aber bislang noch nicht getraut loszulegen.

Christina
Christina

Vielen Dank, liebe Betti, dass du uns hier noch einmal die guten und besten Eigenschaften der Avocado aufgezählt hast. 🙂
Früher hätte ich auch einen großen Bogen um diese “Frucht” gemacht und sie nicht gegessen. Du kannst aber prima Gesichtsmasken mit ihr herstellen. 😉
Mittlerweile habe ich sie aber, oh Wunder, richtig gern gewonnen und sie schmeckt mir sehr gut. Auch einfach aufgeschnitten und nur mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft bestreut.
Sehr gut auch im Duo mit Tomate.

Mein liebstes schnelles Abendessen ist aber, auch wenn es mit einander vermischt ein wenig gruselig ausschaut:

Körniger Frischkäse (100g)
Avocado (1 x Bio-Hass oder 1/2 “Konventionelle”) kleingeschnitten / gewürfelt
kleine Dose Thunfisch (ca. 80g Abtropfgewicht)
Salz, Pfeffer, ZItronensaft
1 Knoblauchzehe (gepresst, optional)
ein paar getrocknete Kirschtomaten, kleingeschnitten
Schnittlauch (optional)

Das schmeckt so lecker, entweder gibt es noch ein Stück Paprika dazu (zum Dippen) oder nur die o.g. Creme.

LG

*Christina*

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