B52 – ein Jahr älter und eine Merkel-Furche reicher

Tagebuch

B52 – ein Jahr älter und eine Merkel-Furche reicher

Ein Jahr älter und gefühlt um ein Jahrzehnt gealtert…

Was für ein Lebensjahr ist gerade vorbeigegangen. Wow, es war in jeder Beziehung zehrend und hat mich, wie wohl auch viele andere auch, belastet und auf die Probe gestellt.

Schwierigkeiten multiplizieren sich, wenn mehrere auf einmal auftreten und sich auch noch gegenseitig verstärken. Wenn dabei ein kollektiver Belastungsfaktor wie Corona ist, der alles zäh und nervig macht, dann überschreitet man mit zusätzlichen individuellen Problemen schnell die persönliche Belastungsgrenze und es wird richtig anstrengend.

Es soll hier auch kein Coronabeitrag – wurde noch einer, sorry – werden, denn mir geht es ziemlich auf den Quark, dass man von früh bis spät nichts mehr anderes hört und liest, als dieses Thema. Aber es war natürlich auch das Thema, was in meinem Lebensjahr Nummer 52 aufdringlich dauerpräsent war. Ich hätte es mir anders gewünscht, aber das Leben ist leider kein Wunschkonzert und manchmal wird eine Mucke gespielt, die niemand bestellt hat und die niemand hören will.

Sind wir im vergangenen Jahr noch echt gut und gemeinschaftlich motiviert in die Pandemie gestartet, haben wir es dann doch in den letzten 12 Monaten an einigen Stellen ziemlich verkackt. Da hat die Politik leider nicht immer eine gute Figur gemacht und man merkt eben auch, dass Wissenschaft nicht allen Bürgern so einfach näher zu bringen ist. Es ist komplex, leider oft auch widersprüchlich und wenn es das Kleinhirn nicht mehr schafft, beginnt die Leugnung und der Wahnsinn naht.

Querdenker

Im letzten Sommer in einer gewissen Sorglosigkeit gesuhlt, waren wir auf den Winter und die Rückkehr des Virus nicht gut vorbereitet. Es folgte ein ermüdendes Hüh und Hott, Entscheidungen wurden immer unlogischer, gefühlt intransparenter und man ist nie mal so fest auf die Bremse getreten, dass es die Zahlen ausreichend weit runtergebracht hätte, wie es notwendig gewesen wäre. Und da wir in Deutschland Weltmeister sind im Überregulieren, Zerreden und Zerklagen, haben wir uns sehr mit dem Drumherum beschäftigt und uns dabei abgemüht, es jedem irgendwie Recht zu machen. Das klappt halt nur nie und so wurde die Stimmung immer schlechter. Man muss leider akzeptieren, dass es in einigen Wirtschaftsbereichen um den verzweifelten Versuch der Schadensbegrenzung geht, der mehr oder weniger erfolgreich funktioniert. Wir haben es mit einem Gegner zu tun, der nicht fair und nicht gerecht ist und die Politik kam an ihre Grenzen, die vielen unterschiedlichen berechtigten Interessen abzuwägen. Und jeder hat eine eigene Meinung aus der persönlichen Perspektive heraus, was es nicht einfacher macht. Ich hätte die letzten 12 Monate kein Politiker sein wollen, bei der Schwere der Aufgaben.

Aber so wurden wir in Deutschland, wie in vielen anderen Bereichen inzwischen auch, bei der Pandemiebekämpfung maximal noch durchschnittliche Performer und das Ergebnis ist eine gespaltene, aggressiv genervte und erschöpfte Bevölkerung, die am Ende der Kräfte ist. Und ich bin Teil dieser Bevölkerung und bin inzwischen ebenfalls mürbe wie ein Keks.

Dabei empfinde ich die Geräuschkulisse um die Pandemie herum inzwischen als belastender, als die Pandemie selbst. Politik, Medien und Querdenker leisten da ganze Arbeit. Wenn dann wenigstens die Impfstoffbeschaffung geklappt hätte, aber selbst da haben uns die beiden schlechtfrisiertesten „Politiker“ der Welt gezeigt, wie es geht. Wir in Deutschland haben zwar total solidarisch mit unseren EU-Freunden gehandelt, aber hängen genau deswegen ordentlich hintendran. So geht selbst die EU aus Corona mit einem großen Fragezeichen hervor und wird sich neu beweisen müssen.

Eigenverantwortung schlägt Politikgegurke!

Es hilft nichts jetzt zu jammern, sondern wir müssen da durch und ich für mich halte es so, dass wenn ich mich schon nicht darauf verlassen kann, dass die Politik mich schützt, oder meine Mitbürger alle so vernünftig sind und sich an die Regeln halten, ich selbst vorsichtig bin und meine Kontakte reduziert und auf Abstand halte. Es wäre ja mein Traum gewesen, dass es ohne Verbote geht, die Läden aufbleiben und die Eigenverantwortung und die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen dem Virus die Lebensbasis raubt. Aber schaue ich mich um, dann ist das ein Trugschluss, denn die Wirklichkeit ist doch in guten Teilen eine andere und jeder muss für sich zusehen, dem Virus so gut es geht aus dem Weg zu gehen.

So halte ich den Ball aktuell ziemlich flach, bis ich denn endlich geimpft bin. Ja, ich will mich auf jeden Fall impfen lassen und hoffe auch, dass es viele Menschen tun werden, um die Pandemie insgesamt zum Erliegen zu bringen. Aber die Entscheidung sich impfen zu lassen oder nicht, muss jeder selbst treffen. Keine Impfung ist ohne Risiko und es ist am Ende immer eine Abwägung des persönlichen Corona-Risikos verglichen mit dem Impfrisiko. Für mich als vorerkrankte Diabetikerin über 50 Jahre alt ist das Risiko schwerer an Corona zu erkranken signifikant höher. Dem gegenüber muss ich für mich persönlich berücksichtigen, dass ich mit meiner Mastzellaktivierungserkrankung auch ein höheres Risiko habe eine Impfreaktion zu erleiden, oder auch, dass sich meine MCAS-Erkrankung durch die Impfung vielleicht verschlimmert. Aber, eine Corona-Infektion würde meine Mastzellen wahrscheinlich ebenfalls heftig überaktivieren und hätte wohl kurz- und langfristig noch schlimmere Folgen. So fiel meine persönliche Entscheidung Pro-Impfung aus. Natürlich habe ich das in meinem etwas speziellen Fall auch mit meiner Hämatologin abgeklärt, denn, wenn man so wie ich ein dauerhaft überschießendes Immunsystem mit ständiger Entzündungsreaktion im Körper hat, muss man bei allem, was da manipulativ eingreift vorsichtig sein und sollte sich fachlich kompetenten Rat holen. Es gibt für mich beim Impfen nämlich durchaus seit meiner Diagnose Einschränkungen (keine Lebendimpfstoffe, keine Mehrfachimpfungen), die ich berücksichtigen muss.

Keine Rolle bei meiner Entscheidung hat gespielt, dass mir Bill Gates wahrscheinlich mit der Impfung einen Chip implantiert oder ein amerikanischer Pharmakonzern mich nach der Impfung fernsteuern kann. Diese extrem unwahrscheinlichen Risiken gehe ich gerne ein und ich teile auch nicht die Auffassung, dass ein Impfstoff schlecht ist, nur weil mit viel Geld und parallel laufenden Prozessen da kräftig aufs Tempo gedrückt wurde. Studien mit solchen Personenzahlen erreicht man sonst häufig nicht, denn wann hat man schon mal Pandemiebedingungen und genug potentielle Probanden. Aber wer an so einen Unfug glauben mag, soll es tun und mir meine Ruhe lassen.

In-meinen-Schuhen

Als vergangenen Freitag in Hessen dann die Freigabe kam, dass die Gruppe 3 (über 60, Vorerkrankte etc.) sich zur Impfung registrieren kann, habe ich das sofort getan. Da ich amtlich festgestellte Diabetikerin bin, falle ich in den Kreis der jetzt freigegebenen priorisierten Gruppe 3. Und hey, allen Unkenrufen zum Trotze, hat das super geklappt. Ich habe mich um 10 Uhr registriert und hatte am gleichen Tag schon um 19 Uhr ein Mail mit meinen beiden Impfterminen. Wow, ich war geplättet, denn ich hatte mit einer wochenlangen Wartezeit gerechnet. Jetzt ist mein erster Impftermin bereits am 03.05.2021 (Impfstoff Biontech) und der zweite dann 6 Wochen später. Und das in Hessen, was im Impfranking ganz am Ende aller Bundesländer rumdümpelt. Da flammt kurz die Hoffnung auf, dass in Deutschland noch nicht alles verloren ist und wir vielleicht bald coronageläutert über uns hinauswachsen, wie Phönix aus der Asche aufsteigen und im alten Glanz erstrahlen.

Für mich ist der aus der Impfung resultierende Schutz vor der Corona-Erkrankung auf jeden Fall sicher sehr beruhigend, denn wenn ich die Berichte von Long-Covid lese, dann bekomme ich immer so das Gefühl, dass die Symptome mit überaktivierten Mastzellen in Zusammenhang stehen. Von daher blicke ich aus meiner derzeitigen gesundheitlichen Situation mit besonders viel Interesse auf das, was das Virus im Körper anstellt und hoffe sogar, dass vielleicht die daraus entstehende Forschung produktive Ergebnisse für die Behandlung meiner quietschigen Mastzellen bringen.

Wenn die körpereigenen Mastzellen durchdrehen…

Zum Jahreswechsel hatte ich ja berichtet, dass wegen mehrerer auffälliger Blutwerte und diffuser gesundheitlicher Probleme bei mir eine Mastzellaktivierungserkrankung festgestellt wurde. Leider hat sich da bisher auch nicht viel verändert und ich teste mich durch verschiedene Medikamente durch, die aber alle entweder heftige Nebenwirkungen hatten, oder eben nur symptomatisch helfen.

Was vermutlich schon immer da war, wurde jetzt einfach viel schlimmer und mein aktuelles Alter ist nicht ganz unschuldig daran, denn die Hormonveränderungen in den Wechseljahren bringen Unruhe und Stress in den Körper und das schubst meine Mastzellen gehörig an. Die können nämlich jede Form von Stress nicht leiden. Blöderweise gibt es diese Mastzellen im ganzen Körper und die Mediatoren, die die kleinen Mistzellen raushauen, verursachen vielfältige Probleme. Herz-Kreislaufprobleme, Magen-Darm-Probleme, Matschhirn, Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Gelenk-Muskelschmerzen, Schwindel, HWS/Nackenprobleme, Zahn- Kieferschmerzen und und und. Es ist nicht wirklich schön und ich habe an manchen Tagen sehr mit mir und meiner gesundheitlichen Situation zu kämpfen. Ich sag ja, ich bin im letzten Jahr um mindestens 10 Jahre gealtert und muss mich da erst mal ganz langsam wieder selbst rauswühlen.

Wenn die Energie knapp ist, muss sie gut eingesetzt werden.

Weil meine Energie zur Zeit beschränkt ist, muss ich mir Gedanken darüber machen, was mir wichtig ist und wofür ich meine Energie verbrauchen will. Harmonie und Frieden sind mir daher momentan sehr wichtig und ich reagiere empfindlich auf alles, was negativ auf mich einströmt.

Besonders im Internet finde ich den Umgang miteinander inzwischen teilweise sehr unangenehm und zeigt sich hin und wieder auch hier im Blog oder auf meinen Social-Media-Seiten.

Es ist total menschlich, dass jeder alles nach seinen eigenen Maßstäben bewertet und einschätzt. Aber manch einer sollte einfach davon wegkommen, dass die eigene Sicht der Dinge der Nabel der Welt und selbstredend die einzig richtige ist. Ist sie nämlich häufig nicht und dessen muss jeder sich bewusst sein. Jeder hat immer nur einen Ausschnitt an Informationen, bewertet höchst subjektiv und hat dazu meist nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Habe ich auch nicht, weshalb ich auf anderen Plattformen auch keinen auf dicke Hose mache und so tue, als wüsste ich es viel besser als alle anderen Leute. Ich weiß, dass ich viel zu wenig weiß, und deshalb für immer ein interessierter und fleißiger Lehrling bleibe.

Daher wundere ich mich doch sehr über das drängende Bedürfnis einiger Menschen, die eigene Bewertung überall ungefragt mitzuteilen oder noch schlimmer, sich belehrend über andere Menschen hinwegzusetzen. Wie viel Zeit verdaddeln diese Leute, sich über dies und jenes zu empören, weil sie denken, sie wären schlauer und haben häufig doch so wenig Ahnung.

Sie wissen nicht, dass sie nichts wissen (Dunning-Kruger-Effekt), aber verhalten sich, als wären es Nobelpreisträger aller Kategorien mit gleichzeitig schlechter Kinderstube.

Früher wäre ich da wohl noch häufig reingegrätscht, bei dem Rotz, den man da liest, aber darauf habe ich inzwischen keine Lust mehr und wehre mich nur noch, wenn ich direkt angegriffen werde. Aber selbst das mache ich immer weniger, weil es halt vertane Zeit und Energie für nix ist. Ratschläge und Anregungen nehme ich gerne an, wenn sie konstruktiv formuliert sind und dann von Leuten kommen, die ich schätze und die ich aktiv um ihre Meinung gefragt habe.

Sozialverhalten

Ansonsten ist mir ehrlich wurscht, ob jemand Fleisch isst oder nicht, ob er High Carb oder Low Carb futtert, ob er Eiweißpulver liebt oder hasst, Hund oder Katze bevorzugt, mit Öl oder Öko-Kacke heizt, Auto oder Fahrrad fährt, Mann oder Frau liebt, sich für einen haarigen Nachfahren von Alf hält, er Rock oder sie Hose trägt, oder man an Gott, Buddha oder Darwin glaubt. Jeder Mensch lebt sein Leben bei uns doch so, wie er will und das nennt man Freiheit. Und Freiheit endet nämlich sicher nicht dann, wenn man zum Wohl und Schutz der Allgemeinheit mal eine begrenzte Zeit nach 22 Uhr nicht raus darf. Bei der aktuellen Diskussion bekomme ich das Gefühl, halb Deutschland schlägt sich 7 Tage die Woche die Nächte auf der Straße um die Ohren. Nachts schlafen ist wohl vollkommen aus der Mode gekommen.

Toleranz und Respekt sind die Zauberworte. Trotz der Unterschiedlichkeiten alle Menschen als gleichwertig sehen und sich gegenseitig mit Freundlichkeit und Empathie begegnen. So geht gutes Zusammenleben, was erstrebenswert ist.

Hach ja, an einem Geburtstag wird man ja mal träumen dürfen.

Von daher habe ich keine Energie mehr für die Dummheit und die Selbstbezogenheit übrig, die anderen Menschen schadet und Energie raubt. Ich habe keine Lust mehr auf blöde Kommentare von Leuten, die selbst nichts können, außer Meckern und Jammern. Weichet von mir alle Stinkstiefel und Miesepeter, egal ob im echten Leben oder im Internet. Die Sanduhr des Lebens läuft und ihr purzelt ab sofort durch mein Sieb. Vergiftet und deprimiert euch selbst. Ich bin raus!

Genau vor 2 Wochen hatte ich einen veritablen Shitstorm auf Facebook, ich sag wohl lieber Scheißesturm auf Gesichtsbuch, weil ich meine Meatballs, Meatballs nenne und nicht Hackbällchen. Da wurde mir schlagartig klar, wie krank und irre viele Leute da draußen sind. Ein nicht netter und etwas übergriffiger Kommentar unter einem Rezept von mir, den ich versucht hatte einigermaßen sachlich mit nur kleiner Spitze zu kontern,  und schon ging es los. Ich wurde heftig angegriffen und am Ende hackten sich die Leute gegenseitig die Augen aus. Plötzlich musste ich sogar die Dame vom nicht netten Ursprungspost in Schutz nehmen. Es ging richtig heftig und total unnötig unter die Gürtelline, wegen so einem unwichtigen Pipifax. Da reibt man sich echt erstaunt die Augen und schaut ungläubig hin.

Was-stimmt-mit-dir-nicht

Will ich für sowas Energie aufwenden oder nicht, ist die gute Frage, die sich mir anschließend gestellt hat.

Nein, will ich nicht, denn das macht wirklich keinen Spaß. Die eigene Lebenszeit so dusselig zu verschwenden, ist völlig sinnentleert. Happy Carb soll mir und dir Freude bereiten und das ist auch schon mein Hauptanliegen bei dem, was ich tagtäglich gerne tue.

Aber wer nicht akzeptieren kann, dass ich hier entscheide, wie ich meine Rezepte nenne und es für mich prima ist, dabei auch englische Begriffe zu verwenden, kann einfach weiterziehen und soll mir meine Ruhe lassen. Ich nenne meinen Blog auch nicht in „Glückliche Kohlenhydrate“ um, denn das klingt nach Murks und Hirnschwund. Und nein, wir reden jetzt auch nicht davon, dass man hier bei mir echte englische Sprachkompetenz aus jahrelangem Sprachunterricht brauchen würde, sondern es sind in der Regel nur Begriffe, die seit Jahren häufig Verwendung in Deutschland finden. Es hat also, wenn dann nichts mit fehlendem Schulenglisch zu tun, sondern der Erkenntnis, dass das Leben aus lebenslangem Lernen besteht und sich unser schöner deutscher Wortschatz sogar noch um Begriffe aus anderen Sprachen erweitert. Darüber kann man jammern und Energie verschwenden, oder man freut sich und sieht es positiv, weil sich das Spektrum erweitert, und die Welt kommunikativ zusammenrückt. Alles eine Frage der Perspektive und der eigenen Persönlichkeit.

Und nochmal, es kann jeder für sich anders bewerten und haben wollen, aber ich will es einfach nicht wissen. Wer Rezepte mit rein deutschen Rezeptnamen haben will, soll einfach einen entsprechenden Blog, sorry ääähm, Tschuldigung, elektrisches Tagebuch schreiben und ich werde mich sicher nicht bemüßigt fühlen, dort darüber zu meckern, weil es für mich eben auch fein ist, wenn der andere Mensch das so lieber mag. Aber diese Toleranz ist vielen Menschen verloren gegangen und stattdessen herrscht überall Zank und Geschimpfe. Ich bin OK und du bist OK, so soll es sein im Umgang. Wer sich schon mal mit der Transaktionsanalyse beschäftigt hat, wird das kennen.

Eine Sache ist mir bei dem Facebook-Beitrag besonders negativ aufgefallen. Habe ich sonst immer eine eher überschaubare Reichweite, also wenige Menschen, die meine Beiträge angezeigt bekommen, so explodierte die Umverteilung der murksigen Diskusson regelrecht und viel mehr Menschen als sonst wurden darauf aufmerksam gemacht. Facebook hat den Zank wegen der Aktivität als relevant eingestuft und der Algorithmus befeuerte das dann, indem er die Verteilung hochdrehte. Wenn du dich je gefragt hast, wie du Fake-News im Netz verteilen oder Menschen großflächig manipulieren kannst, dann ist das über die sozialen Medien scheinbar relativ einfach zu erreichen. Dieser Effekt wird heute schon reichlich genutzt, sonst würde sich nicht so viel Quatsch im Internet umverteilen.

Immer daran denken. Unsere Aktionen und die Kommunikation im Netz erzeugen stets ein Echo. Wir tun daher gut daran, positiv auszusenden, damit kein negativer Schrott zurückkommt, der unsere und andere Seelen verletzt. Murks immer besser kommentarlos ignorieren und nicht mit Interaktion belohnen. Egal wie sehr sich einem auch die Haare sträuben, denn häufig steht dahinter wer, dem deine Meinung sowieso egal ist, aber der dich absichtlich reizt, um selbst größer und sichtbarer zu werden.

Das Leben ist schön, auch wenn es manchmal unnötig schwierig ist.

Von daher wünsche ich mir für mein neues Lebensjahr, einfach noch mehr die Gelassenheit anzuerkennen, dass andere Menschen andere Meinungen und Einstellungen haben. Ich bin ja kein Übermensch und auch in mir rumort es mal und die Finger zucken, weil ich mich gerne spitz äußern würde. Hier im Blog tue ich das auch gelegentlich, aber hier habe ich das Hausrecht und entscheide, was ich mir bieten lasse und was nicht. Aber wir tun alle gut daran, uns und unsere persönliche Meinung weniger ernstzunehmen und sollten es öfter mit einem Lächeln versuchen, auch wenn es schwerfällt.

Wie heißt es so schön: Wer nicht Nettes zu sagen hat, hält einfach besser die Klappe.

Das hat auch nichts mit Einschränkung der Meinungsfreiheit oder Diktatur zu tun. Wir leben in einem funktionierenden Rechtsstaat und jeder kann sogar gegen Entscheidungen der Bundesregierung klagen. Das ist richtig und wichtig, denn auch dort ist man vor Fehlern nicht gefeit. Aber wer das Gefühl hat, er dürfe nicht mehr sagen, was er denkt, bekommt wahrscheinlich zu häufig gespiegelt, dass er Bullshit blubbert oder sollte dringend mal Urlaub in einem diktatorischen Staat machen und würde feststellen, dass dort Menschen mit wirklich begründeten Anliegen tatsächlich für lange im Gefängnis landen.

Bei uns hier kann man in Pandemiezeiten sogar Demos ohne Masken abhalten, Schilder mit dem Abgesang der Demokratie hochhalten und landet trotzdem noch nicht mal in der Klapsmühle. Da habe ich dann auch mal mit meiner Engelsgeduld fertig und bin am sprachlosen Ende.

Man merkt einfach, die Stimmung im Land ist extrem gereizt und ich wünsche mir, dass es nach Corona wieder angenehmer und ruhiger wird. Hoffentlich sind wir wirklich auf der Virus-Zielgeraden und können bis in den Herbst hinein wieder mehr Normalität und Entspannung für alle erleben.

Ich werde in meinem neuen Lebensjahr dafür sorgen, dass ich negative Menschen stärker aussperre und selbst versuche mehr positive Energie zu versenden. Stell dir vor, wir gehen jeden Tag mit dem Vorsatz aus dem Haus, allen Menschen freundlich zu begegnen und mit kleinen guten Taten anderen Personen eine Freude zu machen. Ja, man würde häufig enttäuscht werden, aber ich glaube trotzdem, dass es für das eigene Seelenheil von Vorteil wäre und das Zusammenleben insgesamt verbessern würde. Das ist ein Thema, was mich schon länger beschäftigt. Ich nehme als hochsensibler Mensch viele Schwingungen in mich auf, und wenn das, was da kommt, immer negativ ist, dann verändert sich schnell, wie ich mich fühle in eine Richtung, die mir nicht guttut.

Von daher verbringe ich heute trotz aller aktuellen Schwierigkeiten meinen Tag mit einem Lächeln im Gesicht und freue mich darüber. Jeder Person, der ich gleich beim Einkaufen begegne, werde ich ein fröhliches „Guten Morgen“ entgegenschmettern und ich bin auf die erschrockenen Blicke gespannt.

Jeder kann die Welt jeden Tag ein bisschen schöner machen und viele kleine Schritte ergeben zusammen einen großen Sprung.

Nach einem Jahr, in dem ich scheinbar viel mürrisch geschaut habe und tatsächlich eine Merkel-Mundfurche – also eine dieser Mundfalten von den Mundwinkeln Richtung Hals –  in meinem Gesicht eingezogen ist, werde ich nun durch ein fröhliches Gesicht ganz viel Lachgymnastik machen und das Gesicht so wieder geradeziehen.

Sollte sich das mit Corona doch noch länger hinziehen, dann mache ich einfach weiter den Panda, so wie in den letzten 12 Monaten.

Pandaleben

Danke für deine Geduld und deine Lesefreude und dir auch einen wunderbaren Betti-Geburtstag. Bleib gesund und pass auf dich auf. Es wurde jetzt zwar doch ein überwiegender Corona-Beitrag, aber zu meinem Geburtstag geht es ja immer um das, was mich aktuell beschäftigt und ich lebe nun mal in keiner anderen Welt als du. Aber ich gehe davon aus, dass mein Lebensjahr 53 wieder andere Schwerpunkte haben wird.

Wenn du alles was ich geschrieben habe, komplett anders siehst als ich, dann ist das total klasse und es sei dir gegönnt. Lass uns voller Toleranz schweigend umarmen und laut gemeinsam lachen, denn wir sind trotz aller Unterschiede beide total OK.

Liebe umarmende Grüße, Betti

PS. Bevor Fragen kommen, wie man mich anlässlich meines Geburtstages beschenken kann, so freue ich mich über jedes verkaufte Happy-Carb-Buch oder auch über eine Spende/Unterstützung für die Unterhaltungskosten von Happy Carb, in diesen für Soloselbstständige doch sehr schwierigen Zeiten. Dankeschön!


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