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Wenn der Diabetes Quartalstermin droht…

Tagebuch

Wenn der Diabetes Quartalstermin droht…

Diabetes-Typ-2 ist einfach eine nervige Krankheit!

Jetzt bin ich seit über 3 Jahren Typ-2-Diabetikerin und muss dir gestehen, dass ich meine Quartalstermine immer noch hasse wie die Pest. Das musste jetzt mal raus.

Warum das so ist?

Bei mir ist die Abneigung eine Mischung aus Angst, dass ein schlechter Wert dabei rumkommen könnte gepaart mit dem unangenehmen Gefühl der Kontrolle, außerhalb meines Beeinflussungsbereiches. Zumindest ab Blutabnahme, bin ich schließlich dem Labor ausgeliefert, auch wenn ich mir manchmal im Kopf vorstelle, wie ich die Blutprobe noch heimlich verschwinden lasse.

Dabei ist das total großer Unsinn, denn die quartalsweise Untersuchung meines Blutzucker-Langzeitwertes bietet mir immer wieder die Möglichkeit zu sehen, ob mein Weg den ich eingeschlagen habe auch funktioniert und inwieweit es vielleicht Stellschrauben gibt, an denen ich drehen müsste.

Aber so schlau und erwachsen zu denken, schaffe ich leider immer erst hinterher.

Heute saß ich dann also wieder bei meinem Diabetologen (ja, genau bei dem netten Doc, der auch ein Kapitel in meinem Buch geschrieben hat) und war aufgeregt, was bei dem Termin an den Tag kommt. Ich habe ja sowieso Probleme mit Weißkittelbluthochdruck, aber der quartalsweise Diabetestermin jagt mein Blut stets mit einer zusätzlichen Portion Stresshormone durch die Adern.

Entwarnung, alles ist gut. Happy Carb tut das, was es tun soll. Mein verringertes Körpergewicht, meine kohlenhydratreduzierte Ernährung in Verbindung mit Bewegung – auch wenn es davon aktuell etwas mehr sein könnte – halten meinen Blutzucker und meine Diabeteserkrankung weiterhin im Zaum.

Mir ist vor Erleichterung das Felsenmeer vom Herzen gefallen als ich gehört habe, dass mein aktueller HbA1c-Wert bei erfreulichen

5,7 % liegt.

Ich weiß, es ist eigentlich keine große Sache, aber wenn man so wie ich schon mit viel höheren Werten (größer 9) zu kämpfen hatte, ist das in meinen Augen doch erwähnenswert. Das Leben und gerade Krankheiten bestehen ja häufig aus lauter kleinen Dingen, aus denen am Ende dann doch große Sachen werden. Mir ist der Wert wichtig und auch deshalb immer die große Nervosität.

Besonders freut mich, dass ich weiterhin keine zuckersenkenden Medikamente nehmen muss und auch vom täglichen Blutzuckermessen die nächsten Monate verschont bleibe. Damit ist dann Diabetes nur noch halb so nervig und ich doppelt happy. Es lohnt sich die Ärmel hochzukrempeln und der Diabetes-Erkrankung das Leben schwer zu machen. Dafür will ich ein gutes Beispiel sein.

Ich freue mich jetzt erst mal vor mich hin und wünsche dir einen sonnigen Tag.

Viele liebe Grüße.

Betti

PS. Mehr zu mir und meiner Strategie mit der Diabetes Typ 2 Erkrankung umzugehen, findest du in meinem Buch “Diabetes – nicht mit mir!”. Das Buch gibt es auch bald als eBook. Infos folgen zeitnah.

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33 Kommentare auf "Wenn der Diabetes Quartalstermin droht…"

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Verena
Verena

Liebe Betti,
Vor 7 Monaten wurde bei mir ein Diabetes Typ 2 festgestellt. Langzeitwert 11.5. Ich war schockiert, aber meine erste Reaktion war : ich will wie früher meine Tante keine Medikamente nehmen und dank Diät den Blutzucker zähmen. Der Arzt gab mir zu verstehen, dass er mich im Prinzip ins Spital überweisen müsste um zu spritzen.
Ich bin noch am gleichen Tag auf deine Seite gestossen und habe deine Bücher bestellt.
Ich habe einige Zeit Janumet genommen, mit welchen ich jedoch Durchfall hatte. Das Metformin konnte ich aufhören und nehme nur noch 50 mg Januvia pro Tag. Mein Langzeitwert ist bei 6.4.
Ich danke dir tausendmal für deine Unterstützung mit deinen Büchern und deinem Tagebuch auf der Webseite. Ohne diese Unterstützung wäre ich nicht so weit gekommen.
Ich konnte somit auch meinem Arzt gegenüber durchsetzen, kein Metformin zu nehmen. Auch die Freunde und Bekannten begriffen mein Vorgehen nicht. Ich habe so viele Bemerkungen erhalten, dass man genügend Kohlenhydrate und sogar Zucker essen muss, auch wenn man Diabetiker ist.
In den Restaurants verlange ich ohne Zögern keine Kartoffeln oder Reis, aber das Doppelte Gemüse. Ich bin bis jetzt immer verstanden worden.
Ich bin dir sehr dankbar für deinen Einsatz Diabetikern zu helfen.
Liebe Grüsse
Verena

Erika Koppitsch
Erika Koppitsch

Liebe Betti,
ich hatte wahrscheinlich ein wahnsinns- Glück, von meiner Hausärztin eine sehr gute Diabetes Fachpraxis empfohlen zu bekommen. Ich wurde ohne jede Wertung, dafür wertschätzend und motivierend dort unter die Fittiche genommen. Die Praxis ist so gut organisiert, dass es keine Wartezeiten gibt. Deshalb gehe ich zu jeder Kontrolluntersuchung voller Freude. Die davorliegende Blutzucker Kontrolle verbinde ich gleich mit Blutdruck messen, weil ich auch schon einmal Medikamente gegen zu hohen Blutdruck nehmen musste. Mein HbA 1c ist auf 5.8 gesunken, was mich nach der Verzweiflung nach der Diagnose total glücklich macht.
Viele herzliche Grüße, voller Dank für Deinen Blog, von Erika

Ilona
Ilona

Hallo Betti, mir geht es mit Weißkittel-Syndrom wie Dir und es macht mich jedesmal ganz hibbelich, bisher haben sich die Werte, Dank deiner Rezepte….aber immer weiter verbessert. Meine Ärztin war rein aus dem “Häuschen” mit einem aktuellen Wert von 6,2 wäre ich nach neuesten Studien wieder im Normalbereich, aber ich war nicht so begeistert, strebe ich doch einen Wert unter 6.0 an! Natürlich bin ich immer zu ungeduldig, aber mit der Zeit…..ich bin jetzt über 60 Jahre, vielleicht dauert es einfach deshalb länger!!!! Deine Rezepte sind der Hammer und Deine Bücher auch! Empfehle all meinen Diabetikerfreunden Deinen Blog und Deine Bücher!
Viele Grüße
Ilona

Stefan
Stefan

Hi Betti,
erstmal natürlich auch von mir herzlichen Glückwunsch und vor allem herzlichen Dank für die Motivation, die du mit deinem Blog gibst. Hab gerade heute morgen meinen zweiten Wert erhalten (5,5). Nach 13,5 zum Start und 6,2 nach einem Vierteljahr ein sensationeller Wert, den mein Arzt nie für möglich gehalten hätte. Metformin hat er mir am Anfang zwar aufgeschrieben, aber selbst nicht dran geglaubt, dass das noch was bringen könnte. Er hat eigentlich schon gesagt, dass bei der Höhe Insulin spritzen schon beinahe unvermeidbar ist.
Nach mittlerweile 30kg weniger und inzwischen völlig medikamentenfrei fühle ich mich wie ein anderer Mensch. Ich weiß, dass das noch ein langer Weg ist und hoffe, dass dein Blog weiterhin erfolgreich ist, um mich und die vielen Mitstreiter weiter zu motivieren.
Liebe Grüße
Stefan

Anonym
Anonym

Liebe Betti, auch ich bin vor 2 Jahren anch einer massiven gesundheitlichen Krise (Herzprobleme, entgleister Blutzucker) zu Low Carb gekommen, in Form von LCHF. Mittlerweile ist es Routine, und unterwegs finde ich bei dieser Ernährungsfrome auch immer etwas, ohne lange Erklärungen abgeben zu müssen. Gegen Metformin bin ich allergisch, also wäre nur Insulin geblieben. Tja, und innerhalb eines halben Jahres war dann (trotz Skepsis des Hausarztes) mein Langzeitzucker stabil auf 5.5. Jedes einzelne Mal. Ich bin beim vierteljährliclhen Messen nicht mehr aufgeregt, sondern eher schadenfroh: Hab ich doch recht gehabt! Und trotz der großen Fetttmengen bei LCHF sind alle meine Cholesterinwerte, die seit vielen Jahren katastrophal waren, im grünen Bereich.
20 Kilo abgenommen, obwohl ich wegen anderer Erkrankungen und OPs relativ wenig Bewegung hatte. Für die letzte OP hatte ich mir einen Krankenhaus-Notfall-Kühltasche gepackt: kohlehydratfreies Leinsamenknäcke gebacken, Butter abgepackten Käse, Tube Eier und Majonaise dabei. Mein Göttergatte brachte mir täglich frischen Salat und gedämpftes Gemüse. Die Diabetiker-Kost im Krankenhaus strotzt vor Kohlehydraten … Mit meiner eigenen Ernährung nahm ich dort tatsächlich noch ein Kilo ab statt zu ;-).
Mir geht es insgesamt (auch mit meinen anderen Erkrankungen so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und das scheine ich auch auszustrahlen. Leute, die mich lange nicht gesehen haben, fragen mich, wie ich denn diese Runderneuerung geschafft habe.
Welche Form von Low Carb man wählt, sollte jede(r) selbst entscheiden – ich komme trotz fehelnder Gallenblase wunderbar mit LCHF zurecht und bin immer sehr schnell satt und habe selten Kohlehydrat- Süß-Gelüste. Ich backe regelmäßig Kuchen mit Erythritol und freire den stückchenweise ein. Freundinnen wissen schon, dass ich zum Kaffeeklatsch meinen eigenen Kuchen mitbringe. Und wenn ich mal ein einziges Stückchen beim “noemalen” Kuchen probiere, kriege ich das kaum geschluckt: Bähhh, wie eklig süß! (Und das mir, der ehemals größten Tortenbäckerin unter dem Himmel 😉 )
Bei meinem nächsten Kontrolltermin werde ich meinem Hausarzt Dein Diabetes-Buch schenken. Mit der Bitte, es an möglichst viele Patienten zu verleihen bzw. es zu empfehlen.
Ich habe zwar mein “Idealgewicht” noch nicht erreicht, aber ich bin seeehr geduldig und werde nicht rückfällig.
Euch allen viele gute Wünsche!-

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