Wie ich jeden Tag ganz einfach etwas für meine Gesundheit tue…
Es gibt Phasen im Leben, die sind herausfordernd. Da gibt es nichts zu beschönigen. Leider bin ich immer noch mit den typischen Problemen in den Wechseljahren beschäftigt und kämpfe mich mit viel Verständnis für meinen Zombiemodus durch diese Zeit hindurch. Und Hilfe naht, denn ich bin gerade dabei mich auf eine Hormonersatztherapie einzulassen und arbeite mich in Schritten auf die für mich passende Dosierung hin.
Neben den üblichen Wechseljahrbeschwerden, wie Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und Co, ist bei mir auch noch aufgefallen, dass, seit das Östrogen stark abfällt, ich zunehmend Probleme mit dem Blutzucker bekomme. Der neuerliche Check des HOMA-Index hat gezeigt, dass sich meine Insulinresistenz deutlich verschlechtert hat. Also mein Insulin im Blut ist hoch, aber meine Zellen sind renitent und verweigern die Aufnahme von Glucose. Das Ergebnis ist unschön, denn durch diese Bocksbeinigkeit steigt der Blutzucker, trotz Low Carb und Sport.
Der Rückgang des Östrogens rund um die Menopause führt häufig zu einer Zunahme der Insulinresistenz, da die Zellen durch die veränderte Hormonlage schlechter auf Insulin reagieren und in der Folge der Blutzuckerspiegel steigt. Dazu findet eine „Fettwanderung“ Richtung Bauch statt und das stoffwechselaktive Bauchfett begünstigt direkt die Insulinresistenz. Kennst du auch diese unschöne Hormonplauze? Das Gesamtgewicht bleibt stabil, sinkt bei mir aktuell sogar leicht, aber der Bauchumfang wächst.
Was hilft bei Insulinresistenz und Diabetes in den Wechseljahren?
Bei Frauen in den Wechseljahren wird wenig überraschend überproportional oft Diabetes-Typ-2 neu festgestellt, oder sie haben wie ich mit einer deutlichen Verschlechterung zu kämpfen. Übrigens gibt es eine Metaanalyse auf Basis von 17 randomisierten kontrollierten Studien mit mehr als 29.000 Teilnehmerinnen, die gezeigt haben, dass eine Hormontherapie die Insulinresistenz bei Frauen nach der Menopause deutlich verringern. Ich hoffe also, wenn das mit der Hormonersatztherapie richtig läuft, ich nicht mehr nur von den ätzenden Hitzewallungen verschont werden, sondern auch meine metabolische Gesundheit davon profitiert und dazu mein bereits vorhandener Knochenabbau langsamer voranschreitet. Aber so weit bin ich noch nicht, denn ich habe mich ja gerade erst auf den Weg gemacht und gut Ding will Weile haben.
Als ich meinen Diabetologen gefragt habe, was ich denn noch tun kann, da kam aus seinem Mund: Hafer essen.
OK, damit kann ich dienen. Schließlich bin ich die ungekrönte Queen of Haferkleie und mag Hafer von Geschmack her total gerne. Also mit dem Vorschlag, mehr Hafer zu mir zu nehmen, rennt mein Diabetologe bei mir natürlich offene Türen ein und bringt mich wieder mehr auf Spur, denn auch hier übernimmt manchmal der Schlendrian das Regiment. Diabetes erfordert dauerhaft eine Disziplin, die mir, wenn ich mich wechseljahrsgeschwächt zermürbt durch den Tag quäle, nicht immer leicht fällt. Manchmal schaffe ich es nicht, so zu essen und zu handeln, wie ich müsste. Der Geist ist willig und das Fleisch am Ende schwach.
Aber mehr Hafer, das kriege ich easy hin. Das ist mein Spezialgebiet. Ich habe nach diesem Wink wirklich täglich Hafer in meine Ernährung eingebaut und habe sogar Hafertage gemacht. OK, die waren kulinarisch der Super-Gau, aber gesundheitlich gesehen sehr effektiv. Ich habe die drei Hafertage übrigens mit einer Mischung von Haferflocken und Haferkleie gemacht und habe die Haferportionen jeweils nur mit Wasser und etwas zuckerfreier Süße und herzhaft mit Gemüsebrühe gemischt. Für mich kleine Schlemmermaus echt nicht schön, aber die vor kurzem neu genommenen Blutwerte haben gezeigt, dass es hat was gebracht. Ich werde also demnächst wieder eine Haferkur machen, auch wenn ich sie diesmal leicht abwandeln werde und mit Milchprodukten und etwas Gemüse kombiniere. Ich weiß nämlich echt nicht, ob ich die Pampe in der Ur-Version so nochmal runterkriege. In der Zwischenzeit esse ich täglich Hafer bzw. Haferkleie und mein Tiefkühler ist voll mit Kerni-Brötchen (aus dem Teig vom Kerni-Brot aus meinem Haferkleie-Kochbuch gebacken), die sozusagen fast wie Medizin sind.
Beta-Glucan, Retter in der Diabetes-Not!
Wenn du dich noch nie mit der Zauberkraft von Hafer und dem enthaltenen Ballaststoff Beta-Glucan beschäftigt hast, dann lies doch bitte meinen großen Haferkleie-Beitrag.
Im Hinblick auf die Insulinresistenz sei nur kurz gesagt, dass der im Hafer in großer Menge befindliche lösliche Ballaststoff Beta-Glucan nachweislich die Insulinempfindlichkeit verbessert, denn Beta-Glucan macht die Körperzellen wieder empfindlicher für Insulin, wodurch der Zucker effektiver aus dem Blut in die Zellen transportiert werden kann. Dieser magische Zauberstoff für die Gesundheit ist in allen Haferprodukten enthalten, aber in der wunderbaren Haferkleie findet sich der höchste Anteil, weshalb das Getreideprodukt so gesund ist.
Haferkleie, der Gesundheitstausendsassa
Haferkleie ist eine echte Allzweckwaffe zur Gewichtsabnahme, zur Verbesserung der Insulinsensitivität, eine Hilfe beim Blutzuckermanagement bei Diabetes und dazu nachgewiesenermaßen ein guter Cholesterinsenker, denn bei der Verdauung von Beta-Glucan wird viel Gallensäure ausgeschieden, die dann wiederum mit körpereigenem Cholesterin neu gebildet werden muss. Und was an Cholesterin für die Produktion von Gallensäure gebraucht wird, kann nicht mehr im Blut herumschwimmen und Ärger machen. Ach je, ich fange schon wieder an zu schwelgen.
Genug der Lobhudelei, mehr Haferkleie gehört auf den Teller. Am besten jeden Tag mindestens einmal und hin und wieder eine Haferkur. Das passende Buch habe ich zum Glück bereits geschrieben. Hier gibt es mehr Infos dazu: Ballaststoffwunder Haferkleie. Falls du es noch nicht daheim hast, dann solltest du diesen Mangel beheben und dir das Buch jetzt holen. Es finden sich 60 Rezepte von Frühstück bis Abendessen und ja, es gibt nicht nur süße Ideen, sondern handfeste herzhafte Gerichte mit Haferkleie und natürlich Brot und Brötchen für jeden Tag.
Schau mal hier, gibt es eine Auswahl an Rezepten, die du im Buch findest:
Gesund Essen kann so lecker sein und wenn dir jetzt der Magen knurrt, dann hol dir das Buch hier:

Buchformat: 144 Seiten, 17 x 24 cm, gebundenes Buch, Hardcover
ISBN: 978-3-96698-987-9, als Selfpublisher, Vertrieb durch Nova MD
Preis (inkl. MwSt.): 18,00 Euro
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Ich wünsche dir viel Freude beim Kochen und Backen und viel Erfolg mit Hilfe des Tausendsassas Haferkleie. Übrigens ist auch eine Fortsetzung des Haferkleie-Buches vielleicht ein letztes Kochbuch, was ich noch in Angriff nehmen würde, wenn daran genug Interesse besteht. Mal schauen, wie die Dinge sich entwickeln.
Ach, der Beitrag wurde ohne KI erstellt und alle Fehler gehören alleine mir :-).
Happy Grüße, Betti