Pöses Insulin?

Tagebuch

Pöses Insulin?

05.06.2015 – Pöses Insulin? – Gewicht 72,8 kg

Du kennst mich. Ich bin eine kleine Gerechtigkeitsfanatikerin und mag es nicht, wenn jemandem Unrecht widerfährt. Da verwende ich mich gerne und stürze mich ganz selbstlos in den Kampf.

Und heute haue ich mal das Insulin raus aus der Bredouille…

Denn gerade beim Insulin habe ich doch den Eindruck, dass es zu Unrecht stark verprügelt wird und an alle Ecken und Enden mit Missachtung und Skepsis gestraft wird.

Als wäre das Insulin ein fieser Bösewicht, der sich in unseren Organismus geschlichen hat um uns vorsätzlich zu schädigen.

Aber mitnichten, und davon machen wir uns heute mal ein Bild.

Insulin führen wir uns nicht von außen zu, sondern unser Körper produziert das selbst ganz automatisch. Das passiert in unserer Bauchspeicheldrüse und um dort genau zu sein, in den Beta-Zellen, den so genannten Langerhans-Inseln. Das sind kleine Zellhaufen in der Bauchspeicheldrüse, die das ungeliebte Hormon produzieren und auch speichern können.

Langerhans-Inseln klingt doch total goldig oder?

Wenn wir nun eine krumme Banane zu uns nehmen – was ich nie machen würde, denn ich hasse Bananen – dann baut unser Körper die darin enthaltenen Kohlenhydrate in Glukose um. Und diese Glukose wird dann über unseren Darm vom Blut aufgenommen.

Unser Blutzuckerspiegel steigt in der Folge an und die Bauchspeicheldrüse bekommt dadurch ein Signal, dass jetzt Insulin gebraucht wird.

Und schon ackern die Langerhans-Inseln wie blöde…

Unsere Körperzellen können die Glukose im Blut nämlich nicht direkt aufnehmen, sondern sie brauchen Hilfe. Und das ist der Job des Insulins was dafür sorgt, dass die im Blut enthaltene Glukose in das Zelleninnere geschleust werden kann.

Insulin ist also der Türöffner für die Versorgung unserer Zellen…

Funktioniert das nicht, weil das Insulin nicht ausreicht, oder weil die Zellen für die Aufnahme zu träge sind, dann verbleibt die Glukose im Blut und der Blutzuckerwert läuft aus dem Ruder.

Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 lassen grüßen…

Also Insulin ist nicht nur böse, denn beim kompletten Fehlen von Insulin sind wir lebensbedrohlich krank.

Niemand kann auf Dauer ohne Insulin überleben, weil dann nämlich keine Energie in den Zellen ankommt und der Blutzuckerspiegel im Gegenzug ansteigt bis der Körper kollabiert.

Typ 1 Diabetikern fehlt übrigens wegen einer Autoimmunerkrankung das Insulin vollständig und sie sind dadurch nicht die gesündesten Menschen der Welt, sondern sie müssen das fehlende Insulin zwingend von außen zuführen.

Zurück zum arbeitenden Insulin…

Wenn unsere Zellen mit der Glukose aus dem Blut versorgt wurden und noch Energie übrig bleibt, dann werden die kurzfristigen Glukosespeicher in Leber und Muskeln befüllt. Und auch hier hilft wieder das Insulin.

Etwa 2 Stunden nach dem Essen hat das Insulin seine Arbeit verrichtet und der Blutzucker ist wieder normal. So sollte es zumindest sein. Auch das wird wieder der Bauchspeicheldrüse gemeldet und es wird daraufhin kein weiteres Insulin mehr in den Kampf geschickt.

Der Glukose-Toleranz-Test zur Feststellung von Typ 2 Diabetes erstreckt sich übrigens über diese Zeitspanne von 2 Stunden. Das ist also kein Zufall, sondern pure Absicht um zu prüfen, ob das Insulin noch in der üblichen Zeit seinen Job erledigen kann.

Würde das Insulin übrigens weiter ungebremst und hochmotiviert seiner Arbeit nachgehen, hätte das schnell eine Unterzuckerung zur Folge und Heißhunger auf Kohlenhydrate würde sich bemerkbar machen. Da kommt dann auch wieder unser gieriges Gehirn ins Spiel.

Dieser körpereigene Prozess der Insulinproduktion findet mehrmals am Tag statt. Fast jede Mahlzeit signalisiert der Bauchspeicheldrüse, dass die Pause vorbei ist und wieder Arbeit zu verrichten ist. Ein wirklich toller Mechanismus, zumindest wenn er gut funktioniert und nicht überstrapaziert wird. Wie man ihn überstrapaziert und zerstört, kannst du in meinem Bericht lesen, wie ich dick wurde und in welchem gesundheitlichen Zustand ich mich vor zwei Jahren befunden habe.

Aber das Insulin öffnet nicht nur die Körperzellen für die Glukose, sondern ist auch für die Aufnahme der Aminosäuren aus dem Nahrungseiweiß zuständig. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nicht nur der Zuckergehalt des Blutes den Insulinspiegel beeinflusst, sondern eben auch der Gehalt an Aminosäuren.

Aber dazu später mehr, denn wir waren bei den Aufgaben des Insulins stehen geblieben…

Insulin ist nämlich auch mit dafür verantwortlich dem Gehirn (Hypothalamus) die Sättigung zu melden. Auch das ist eine sehr wichtige Aufgabe, denn Störungen im Insulinhaushalt gehen oft mit einem fehlgeleiteten Sättigungsempfinden einher.

Schauen wir uns kurz an, weshalb das Insulin eigentlich so in Verruf gekommen ist.

Ja, es ist nicht ganz grundlos, dass es so verhauen wird. Denn ein erhöhter Insulinspiegel hemmt die Freisetzung von Fett aus dem Gewebe (Lipolyse) und stimuliert im Gegenzug den Aufbau von Fett (Lipogenese). Mit viel Insulin im Blut lässt sich also schwerlich Gewicht verlieren. Das ist ein Fakt, dem ich mich auch beugen muss.

Hier die allgemein vorherrschende Logik:

Viele Kohlenhydrate, entsprechen viel Insulin und viel Fettspeicherung

Umgedreht bedeutet das:

Wenige Kohlenhydrate, entsprechen wenig Insulin und wenig Fettspeicherung

Aber wir halten jetzt mal den Ball flach. Denn auch eine „normal“ kohlenhydrathaltige Mahlzeit erhöht den Insulinspiegel nur für etwa 2 Stunden und nicht für länger, zumindest im gesunden Zustand. Also ist unser Körper auch nur während dieser Zeit auf Fettaufbau programmiert.

Auf einen Zeitraum von 24 Stunden mit 3 gleichmäßigen Mahlzeiten, die sich in einem ausgewogenen kalorischen Bereich bewegen, bedeutet das für das Körperfett eine Nullnummer. Es bleiben ja auch hier 19 Stunden zur Fettverbrennung übrig.

Kohlenhydrate hin oder her…

Aber, das man zum Abnehmen zwingend die Kohlenhydrate reduzieren muss, habe ich ja auch nie behauptet. Weniger Kalorien ja, und weniger Kohlenhydrate sind dabei eine wirklich gute Entscheidung.

Anders sieht das mit dem Insulin im Körper aus, wenn du um

  • 7 Uhr einen gezuckerten Cappucino mit Milch trinkst
  • 8 Uhr ein süßes Rosinenbrötchen frühstückst
  • 9 Uhr eine Apfelschorle und noch einen  Kaffee mit Zucker trinkst
  • 10 Uhr eine halbe Ananas isst
  • 11 Uhr eine Cola trinkst
  • 12 Uhr 2 Laugenstangen mit Käse und Schinken futterst
  • 13 Uhr einen Energie-Drink trinkst
  • 15 Uhr einen gezuckerten Kaffee trinkst und Kekse futterst
  • 16 Uhr eine Hand voll Gummibärchen mampfst
  • 17 Uhr ein Glas Cola trinkst
  • 18 Uhr Pizza mit Schinken und Käse isst
  • 19 Uhr eine Limonade trinkst
  • 20 Uhr Schokolade nascht
  • 21 Uhr eine Limonade trinkst und Chips knabberst

Anhand der Speisefolge ist denke ich zu erkennen, dass der Insulinspiegel nie die Gelegenheit hat für einen längeren Zeitraum abzusinken und daher die Fettverbrennung durchgängig gehemmt wird.

Der Speichermodus läuft und läuft und läuft…

Die vielen kurzkettigen Kohlenhydrate (Zucker, Mehl) führen zusätzlich noch jeweils zu einem sehr steilen Anstieg des Blutzuckers und die Insulinantwort fällt entsprechend üppig aus. Schließlich will unser Körper seinen erhöhten Blutzucker schnell wieder auf ein gesundes Niveau bringen. Und wenn sehr viel Insulin ins Rennen geschickt wird dann hat das zur Folge, dass der Blutzucker ratzfatz in den Keller rasselt und unser Gehirn erschreckt denkt, dass seine Lieblingsspeise Glukose zu Neige geht. Panik im Kopf bricht aus.

Also signalisiert das Gehirn Heißhunger. Höchste Zeit für den nächsten süßen Drink oder einige Gummibärchen, was dann gleich wieder unsere Bauchspeicheldrüse animiert neues Insulin auf den Weg zu bringen.

Es sei denn, dein Gehirn wäre darauf trainiert auch Fett als Energiequelle zu nutzen. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Gehirnnotstand-Heißhungers sehr viel kleiner.

Vielleicht willst du ja nochmal etwas über den Fettstoffwechsel lesen…

Über den Vorteil von langkettigen Kohlenhydraten gegenüber den kurzkettigen Kohlenhydraten hatten wir ja auch schon ausgiebig gesprochen. Mit der Reduzierung der Kohlenhydrate insgesamt und dem Schwerpunkt auf langkettigen Kohlenhydraten können wir nämlich diese überschießende Insulinreaktion mindern und uns so vor Heißhungerattacken schützen.

Das ist ja eines der Erfolgsgeheimnisse der Low Carb Ernährungsweise.

Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dieser abgebildeten „modernen westlichen“ Ernährungsweise um einige mehr Kalorien handelt, als wirklich über den Tag gebraucht werden. Bei dem vielen Süßkram in Verbindung mit Fett müsste man eine Autobahn mit den Händen bauen um das zu verbrennen. Also werden wir Schreibtischtiger bei dieser Ernährung munter dick und der hohe Dauerpegel an Insulin begünstigt dabei die Fettspeicherung.

Wir reiten so im Galopp in Richtung metabolisches Syndrom, bis der Gaul (also wir selbst) zusammenbricht.

Aber tröste dich, auch ein niedriger Insulinspiegel rettet dich nicht vor einer Fettspeicherung. Wenn du mehr Kalorien isst, als du verbrauchst, nimmst du zu. Auch wenn es zu viele Kalorien aus Fett sind. Der Körper speichert jede überschüssige Energie. Da ist er richtig gut drin, zumindest die genetisch alten Modelle so wie ich eines bin.

Insulin hin oder her…

Auch wenn ich gerne etwas anderes erzählen würde, auch mit Low Carb braucht es ein Kaloriendefizit, sonst wird es nichts mit den kleineren Jeans. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung aus meinem Keto-Experiment.

Ein Grund dem Insulin nicht noch mehr hysterische Bedeutung in der Ernährung beizumessen ist außerdem, wie schon oben geschrieben, dass auch Eiweiß Insulin braucht um die Aminosäuren in die Zellen zu bringen. Und das ist teilweise richtig viel Insulin.

Und fast wie bei den Kohlenhydraten gibt es auch hier Eiweiße mit einer schnellen und heftigeren Insulinreaktion und welche mit niedrigeren Ausschlägen. Gerade die gut und schnell verwertbaren Eiweiße (Fleisch) haben die höchste Insulinwirkung zur Folge. Der Spitzenreiter ist dabei das allseits beliebte Whey-Eiweiß (Molkeprotein). Du erinnerst dich vielleicht, dass ich lieber kein Whey verwende, sondern auf ein Mehrkomponenteneiweiß schwöre, was dazu auch noch bessere Backeigenschaften hat.

Whey ist der Traubenzucker unter den Eiweißen, wenn ich das mal übertrieben ausdrücken soll.

Denn gerade beim Whey wollen auf einen Schlag ganz viele Aminosäuren in die Zellen transportiert werden und dafür braucht es mehr Insulin wie bei einem Teller Pasta. Mehr Informationen findest du in dem ganz spannenden Food-Insulin-Index, der hier in Deutschland aber noch nicht so bekannt ist.

Oder wusstest du, dass ein Apfel genauso viel Insulin anfordert wie ein Stück Fisch?

Und auch bei Mahlzeiten mit Kohlenhydraten und Eiweiß gemischt, ist die Blutzuckerwirkung zwar reduziert, aber die Insulinwirkung dennoch höher, wegen des enthaltenen Eiweißes. Also immer Vorsicht, wenn beim Gängeln und Zwirbeln einzelner Lebensmittel in Sachen Insulinwirkung nur auf die bösen Kohlenhydrate geschielt wird.

Aber natürlich ist die Insulinreaktion bei echten schnellen Kohlenhydratbomben immer noch am höchsten.

Die Insulinwirkung einer Packung Dickmanns brauchen wir daher nicht mit einem Filetsteak vergleichen.

Aber egal was das Insulin aus unserem Blut zu räumen hat. Ob Glukose oder Aminosäuren, nach etwa 2 Stunden ist das Werk vollbracht und alles dahin gebracht oder gespeichert, wo es hin soll.

Meine Theorie von den 3 eiweißhaltigen Mahlzeiten, aus nach Möglichkeit unterschiedlichen Eiweißquellen, hält diesen Insulin-Effekt in einem verträglichen Rahmen. Nicht vergessen: Das Eiweiß bietet nach wie vor alle lebenswichtigen Aminosäuren und sättigt auch noch hervorragend. Es gibt keinen Ersatz für Eiweiß in der Ernährung. Vielleicht erinnerst du dich ja noch an meinen Beitrag von den leckeren Lego-Bausteinen.

Also immer schön die Kirche im Dorf lassen und nicht auch noch eine Eiweißpanik entwickeln…

Es reicht, dass wir auf der Flucht sind vor den Kohlenhydraten.

Und wer jetzt denkt, dass die Insulinantwort beim Eiweiß von einer eventuellen Verzuckerung (Glukoneogenese) stammt dem sei gesagt, dass der rapide Insulinanstieg laut der Fachliteratur nicht von einer zeitlich verzögerten Umwandlung in Glukose stammen kann.

Wir müssen es hinnehmen: Unser Traum von einem insulinfreien Leben ist geplatzt. Wir können das im Körper umherfleuchende Insulin zwar reduzieren und auch zeitlich eingrenzen, aber in Gänze eben nicht verhindern.

Und das ist auch nicht weiter schlimm.

Wobei ich ausdrücklich erwähnen möchte, dass gerade bei der streng ketogenen Ernährung die Insulinwerte wirklich ausgesprochen niedrig sind. Aber das wundert jetzt auch nicht wirklich, denn streng ketogen kommt mit reduziertem Eiweiß und sehr wenigen Kohlenhydraten daher. Fett, Fett, Fett ist da ja auch die Devise!

Solltest du Low Carb mit dem Ziel Ketose machen, dann solltest du durchaus einen kritischen Blick auf deinen Eiweißverzehr richten. Denn die Insulinantwort in Folge von viel Eiweiß kann je nach Umfang durchaus die Ketose beeinträchtigen.

Gut, was lernen wir jetzt heute aus meinem Beitrag.

Einfach etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Insulin.

Die Dinge sind wie sie sind. Wir können unseren Körper nicht ändern. Und hey, dann steigt eben das Insulin für 2 Stunden an und dann ist wieder gut und der Körper ist wieder bereit für den Fettabbau. Nur im Stundentakt irgendwelchen Schrott aus schnellen Kohlenhydraten zu essen und damit einen dauerhaft hohen Insulinpegel zu erzeugen, sollte tunlichst unterbleiben.

Das macht die Bauchspeicheldrüse auf Dauer nämlich platt!

Deshalb: Die Kohlenhydrate bitte insgesamt auf ein vernünftiges Maß reduzieren. Dabei die langkettigen Kohlenhydrate bevorzugen. Eiweiß zu jeder Mahlzeit aus unterschiedlichen Quellen essen und in Verbindung mit guten Fetten genießen. Und das dann am besten bei nur 3 sättigenden Mahlzeiten pro Tag!

Und immer schön dran denken: Gemüse, Gemüse, Gemüse…

Aber nichts anderes erzähle ich ja eh schon länger…

Der Mensch, und insbesondere die Ur-Betti, ist nicht für eine permanente Fütterung bzw. Überfütterung gemacht. Diese Erkenntnis ziehe ich auch heute wieder einmal aus meinem Beitrag.

All diese Informationen bestärken mich darin, dass ich mit meinem Happy Carb Prinzip nicht gänzlich falsch liege. Sozusagen zufällig alles soweit richtig gemacht bzw. aus meinem eigenen Abnehmen und meiner gesundheitlichen Misere glücklicherweise die richtigen Schlüsse gezogen. Und wie schön, die bestätigen sich nun auch in der Theorie.

Sonst ist es doch immer umgekehrt: Viel Theorie und nichts klappt in der Praxis.

Was gibt es sonst Neues:

Mein Beitrag über das Low Carb Universum hat Wellen geschlagen. Na wer hätte das gedacht.

Ich wurde doch tatsächlich ungefragt aus einer Facebook-Gruppe geworfen! Und dabei hat gerade diese Gruppe mich doch immer so sehr inspiriert was meine netten Blogbeiträge angeht. Ich bin natürlich untröstlich und erschüttert, aber sei es drum. Gleichzeitig bin ich froh, weil ich mich so unbelastet neuen Welten zuwenden kann und meine Energie sinnvoller einsetzen kann.

In den entsprechenden Internet-Foren konnte ich in den vergangenen 2 Wochen teilweise eine sachlichere Umgangsweise und mehr Akzeptanz verschiedener Low Carb Varianten untereinander feststellen. Klar, es gibt immer einige wenige, die vollkommen resistent sind und keine Lernkurve zeigen, aber die werden eben jetzt mit Argumenten gequält. Daraufhin ziehen sie sich nämlich immer öfter beleidigt zurück. Spätestens sobald sie feststellen, dass sie mit ihrem kleinen Latein am Ende sind und niemand auf sie hört.

Auch frühere überzeugte Borg haben mir echt nette Nachrichten geschrieben und haben sich geläutert bei mir bedankt. Und dabei will ich ja nicht missionieren, sondern lediglich informieren. Aber mein kleiner Beitrag hat doch wirklich etwas bewegt und das freut mich sehr.

Gleichzeitig wurde mein Low Carb für Dummies Beitrag auch geadelt, indem er sehr viel geteilt wurde und das sogar von fachkundiger Seite. Wenn echte Low Carb Kapazitäten die Qualität meiner Beiträge anerkennen, dann ist das definitv das größte Lob für mich und eine tolle Bestätigung meiner Arbeit.

Ein Update will ich geben, was meine Buchaktivitäten angeht. Im Hintergrund schreibe ich mehr oder wenig fleißig an meinem Erstling. Jetzt so auf halbem Wege muss ich sagen, dass ich an die Aktion “Ich schreibe mal ein Buch tralalala”, relativ blauäugig rangegangen bin und für mich immer noch nicht die richtige Balance gefunden habe zwischen dem Dasein als Bloggerin und der vermeintlichen Buchautorin.

Von daher ist mein Plan, die Sommer- und Urlaubszeit dazu zu nutzen, um meinen Schwerpunkt stärker auf das Buch zu legen und den Blog und meine Facebook-Aktivitäten zu reduzieren. Also wundere dich nicht, wenn es hier etwas ruhiger wird, oder ich mich zwischendurch mit weniger rechercheintensiven Beiträgen melde.

Wie es sich mit meinen schmerzenden Knochen verhält, kann ich immer noch nicht so genau sagen. Fußzehe und Hüfte werden besser, aber das Knie meckert noch ordentlich. Das MRT des Knies war glücklicherweise unauffällig und jetzt wird eine Entzündung vermutet. Na gut! Also werfe ich nun Tabletten ein und hoffe, dass die irgendwann helfen. Vielleicht bin ich doch einfach zu viel gelaufen in den letzten 18 Monaten. Sag einer nochmal, dass Sport gesund ist.

Eigentlich wollte ich demnächst einen Beitrag zum Thema Bewegung machen, aber die Lust ist mir gerade mal gehörig vergangen.

Insgesamt fühle ich mich im Moment mal wieder zwischen den Welten. So zurückgeworfen zu sein auf mich selbst, fühlt sich immer noch komisch an. Und mit Ungewissheit und Unsicherheit umzugehen war auch noch nie wirklich meine Stärke. Ich mag es eigentlich gut geplant und wenn geht alles möglichst überraschungsfrei.

Und heute ist alles so merkwürdig anders. Ich mache alles so anders, als ich das früher getan hätte. Und du kannst mir glauben, dass fühlt sich teilweise sehr komisch bis fast schon beängstigend an.

Dazu passt das tolle Zitat meines “Lieblings-Psychotherapeuten” dessen Bücher ich sehr empfehlen kann:

Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tu, was du noch nie getan hast (Nossrat Peseschkian)

In diesem Sinne mache ich das jetzt auch einfach mal. Ist es eigentlich komisch einen Lieblings-Psychotherapeuten zu haben?

Wahrscheinlich schon. Aber Nossrat Peseschkian ist Begründer der “Positiven Psychotherapie” und gerade sein Balancemodell hat mir nach meinem Burnout sehr geholfen. Wie sehr mein Leben damals aus der Balance geraten war, merke ich eigentlich erst heute so richtig. Bei dem Gedanken werde ich direkt nachdenklich.

Oder es handelt sich nur um einen akuten Anflug von Midlife-Crisis die mich in Beschlag genommen hat. Nutzen Frauen die Krise der Lebensmitte, wenn es sie denn wirklich gibt, eher um sich selbst zu verwirklichen, während einige (nicht alle) Männer lieber mal einen jüngeren heißen Flirt genießen? Nun gut, viele Männer haben sich ja bereits im Beruf verwirklicht und brauchen dann vielleicht eine andere Art von Bestätigung ihrer Vitalität, und dass sie auch in “höherem Alter” noch etwas reißen können.

Wie habe ich das jetzt wieder diplomatisch geschrieben. Aber hätte ich niedergeschrieben, was ich gerade wirklich gedacht habe, wäre das sicher der Zensur meines Mannes zum Opfer gefallen.

Schnell weg von dem Thema. Gegessen habe ich natürlich heute auch wieder lecker.

Frühstück: Schoko-Mandel-Frühstücksbrötchen mit Erdbeeren und Himbeeren
Mittagessen: Veganer Curry-Linseneintopf (kleiner Rest vom Vorabend)
Abendessen: Leckerer Grillabend (Lachs, Rosmarin-Putensteaks, Röstgemüse, Low Carb Kartoffel-Rosmarin-Baguette, Kohlrabi-Curry-Salat)

Hier zur Abwechslung mal ein Bild meines Frühstückes von heute.

Sommerfrühstück 001

Das Rezept für das unglaublich leckere Brötchen wirst du im Buch finden. Nur um dir schon mal den Mund wässrig zu machen.

Ist das sehr gemein von mir?

Mein Mann hatte heute übrigens frei und wir haben den gemeinsam Tag genutzt um die Odenwald Country Fair zu besuchen. Eine wirklich schöne Veranstaltung im wunderbaren Ambiente des Englischen Gartens zu Eulbach. Viele Stände mit stilvollen Dingen rund ums Haus, Garten, Essen und Trinken.

Betti und Carsten auf der Odenwald Countryfair

Ehe du dich jetzt wunderst. Ich bin nicht klein wie ein Hobbit, sondern mein Mann ist recht groß geraten.

Solltest du also zufällig dieses Wochenende im Odenwald unterwegs sein, dann schau unbedingt dort vorbei. Hier der Link zur Odenwald Country Fair mit allen Informationen zu dem Event.

Auf der Country Fair bin ich übrigens einer netten Freundin begegnet, die dort mit einem eigenen Stand vertreten ist. Die liebe Pia Göpfert fotografiert professionell mit viel Leidenschaft und bietet auf der Country Fair Tierfotografie an. Also bin ich direkt hin, habe mal ganz lieb Wuff gebellt und wurde zu Belohnung fotografiert. Das Ergebnis siehst du ab sofort als Sommerbild für meine Tagebuchbeiträge.

Vom Profi gemacht, glänzt das Fell doch gleich viel schöner…

Du findest Pia übrigens auch im Internet, wenn du dir ihre Arbeiten gerne anschauen möchtest. Hier geht es zu Pfotica

Gewichtsmäßig passiert eben nicht viel. Ohne Sport esse ich mehr und ich muss eher aufpassen, dass ich nicht zunehme. Wie gut, dass der Sommer nun da ist und ich wieder im Schwimmbad meine Kreise ziehen kann.

Da ich mich im Moment nicht genau festlegen will, wann der nächste Beitrag jenseits der Rezepte kommt, musst du dich überraschen lassen.

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Geht ganz einfach und kostet nix. Klick hier…

Bis bald wieder. Genieß das wunderbare Sommerwetter.

Liebe Grüße Betti

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21 Kommentare zu “Pöses Insulin?”
  1. sabo - 6. Juni 2015 15:13

    Hach guck mal – hättest Du mir das nicht vor X-Jahren in Physiologie so erklären können? Man, ich hab diese blöden Langerhanschen Inseln verflucht.
    So und Du willst hier kürzer treten? Ob ich das gutheiße? Aber sicher doch. Und jetzt greif ich mir mal… hm – ich weiß noch nicht was und gucke, was mein Insulin dazu sagt.

    Liebe Grüße,
    Sabo

    Antworten
    1. happycarb - 6. Juni 2015 17:01

      Huhu liebe Sabo, du hast die also verflucht. Jetzt wird mir alles klar ;-).
      Und hey keine Angst, ich tauche nicht ab, sondern muss nur meine Zeit etwas arbeitsamer einteilen. Sonst hast du ja bereits eine 24-bändige Serie geschrieben bis ich überhaupt mal meinen Erstling raus habe. Ich muss eben auch immer viel recherchieren und das kostet Zeit. Von daher werde ich mir komplexe Stoffwechselthemen erst mal aufheben und leichtere Kost servieren oder auch mal etwas vom letzten Jahr aufwärmen.
      Wir sind ja eh auf allen Kanälen in Kommunikation :-). LG Betti

      Antworten
  2. Calena - 6. Juni 2015 15:30

    Liebe Betti!

    Danke für den informativen und lustigen Beitrag. Mit dem Insulin Dilemma kämpfe ich natürlich auch, aber du hast die Lösung – nicht ständig futtern – sehr anschaulich dargestellt. Leider ist genau das eins meiner Hauptprobleme (neben chronischem Bewegungsunwillen), da ich mir, mittlerweile eigentlich schon jahrzehntelang, angewöhnt habe dauerzufuttern, selbst wenn ich gar keinen Hunger habe, und mir bis jetzt die Umstellung noch nicht gelungen ist.

    Dass die dich aus der FB Gruppe rausgeschmissen habe ist ja echt …. *insert nicht druckfähigen Ausdruck*!!!!!!

    Ich hoffe, du kommst im Sommer gut mit deinem Buch voran 🙂

    LG,
    Calena

    Antworten
    1. happycarb - 6. Juni 2015 17:06

      Hallo liebe Calena,
      ja das mit dem nicht ständíg futtern ist auch eine meiner Hürden die sich immer wieder mal vor mir auftürmt. Da ist es fast schön, dass es nun so warm ist, dann da habe ich wenig Appetit. Ich sollte in die Tropen ziehen, aber wahrscheinlich würde ich mich auch daran gewöhnen und zur Fressmaschine mutieren.
      Aber wie langweilig wäre das Leben, wenn wir nicht im Zickzack rennen oder über Hölzchen hüpfen müssten. Für das nicht bewegen habe ich gerade ja eine gute Ausrede. Auch wenn das bestimmt nicht lange gut geht, ich meine so gewichtsmäßig. Mein Knie kann ich auch Jojo nennen, denn ich muss laufen um mein Gewicht zu halten, dazu esse ich zu gerne.
      Es wird sicher vorangehen mit meinem Buch und ich freue mich schon total darauf, wenn es so weit ist.
      Bis bald wieder meine Liebe. Herzliche Grüße Betti

      Antworten
  3. Anonymous - 6. Juni 2015 15:47

    Hallo Betti,
    Seit einigen Wochen stolpere ich bei Fb immer wieder über Deine Rezepte, und was soll ich sagen.. Ich steige wieder ein. Vor ein paar Jahren habe ich schon mal mit Low carb‪ gut abgenommen und mich gut gefühlt. Aber ich habe nicht mehr gekocht, nachlässig gegessen und plötzlich war ich aus dem Tritt. Seither habe ich mal dieses und mal jenes versucht. Aber auch bei mir haben die vier apokalyptischen Reiter des metabolischen Syndroms aufgesattelt und ich muss was tun. Deine Herangehensweise an das Thema gefällt mir sehr gut.
    Bitte weiter so!
    Gaby

    Antworten
    1. happycarb - 6. Juni 2015 16:58

      Hallo liebe Gaby,
      ich freue mich, dass mein Blog und meine Rezepte dich animieren, wieder auf den Low Carb Zug aufzuspringen. Leider gehören wir wahrscheinlich beide zu der Gattung Mensch, die sich Nachlässigkeiten in größerem Umfang nicht erlauben können weil unsere Körper wahre Speicherkünstler sind. Von daher ist es ein Kampf, den es für immer zu kämpfen gilt. Aber das kann auch richtig Spaß machen und sehr gut schmecken. Dann ist es auch kein Kampf mehr sondern Freude und Normalität. Ich mache weiter so und du machst einfach mit :-).
      Liebe Grüße Betti

      Antworten
  4. Diana Kohlenberg-Riechers - 7. Juni 2015 10:41

    Hallo Betti,
    vielen Dank für deine interessanten Blog und deine tollen Rezepte.
    Ich bin seit 4 Wochen bei LCHF, vorher habe ich mich nicht so streng nach Low Carb ernährt, aber trotzdem in 6 Monaten 10 Kilo abgenommen. Um mich weiter zu motivieren, hilft es mir viel zu lesen. Deine Beiträge sind toll!

    In diesem Beitrag verweist du auf “Food Insulin Index” – leider ist die Seite auf englisch und ich werde daraus nicht wirklich schlauer. Gibt es diese Informationen auch auf einer deutschen Seite?
    Liebe Grüße Diana

    Antworten
    1. happycarb - 7. Juni 2015 13:12

      Hallo Diana, wirklich relevante Informationen habe ich bisher nur auf englischsprachigen Seiten gefunden und in einem Buch, was ich hier liegen habe. Selbst Wikipedia hat nur eine kurze Information dazu. http://de.wikipedia.org/wiki/Insulin-Index
      Liebe Grüße Betti

      Antworten
  5. Martina - 7. Juni 2015 23:41

    Hallo Betti,
    auch mir hat der Beitrag sehr gut gefallen! Das wurde ja in den vorherigen Kommentaren auch schon beschrieben. Sehr interessant fand ich Deine Aussage “zwischen den Welten zu hängen”. Der Satz geht mir auch oft durch den Kopf. Mit anderen beruflichen Perspektiven in einem anders aussehenden und sich anders anfühlenden Körper fühle ich mich auch manchmal zwischen den Welten und frage mich, wo die Reise hin geht. Aber das Schöne an dem Zustand ist, dass ich gerne auf Reisen bin und es auch genießen kann.
    Ich drücke Dir weiter ganz feste die Daumen für deine “Reise “!
    Liebe Grüße
    Martina

    Antworten
    1. happycarb - 8. Juni 2015 8:34

      Hallo liebe Martina,
      danke für dein Kompliment für meinen Artikel. Ja ich bin ein wenig zwischen den Welten und bin das einfach nicht gewohnt, weil mein Leben immer in festen Strukturen verlaufen ist. Aber ich genieße es auch ein wenig, mich etwas treiben zu lassen und zu schaue, wo mich meine Reise hinführt.
      Danke, dass du Anteil nimmst und mit mir reist. Dir auch auf deinem Weg alles Gute. Mögen wir beide an einem Ort ankommen, wo es uns einfach nur gut geht und wir zufrieden sind.
      Liebe Grüße Betti

      Antworten
  6. kaddiey - 9. Juni 2015 12:22

    Hallo liebe Betti!

    Drei Bemerkungen:
    1. Die haben doch offensichtlich einen Vogel in dieser FB-Gruppe, mach dir keinen Kopf. Da muss man ja wirklich recht wenig Erfolgsbestätigung in realiter haben, wenn man so sehr auf Machtspielchen im lächerlichen Medium Facebook angewiesen ist… Genieß lieber die vielen positiven Momente, die du aus deinem Blog ziehen kannst – und noch mehr das echte Leben, das durch deinen Low Carb-Erfolg an Qualität gewinnt! 🙂
    2. Ich bin schon sooo gespannt auf dein Buch! Wünsche dir viel Erfolg und selbstverständlich verstehen wir, dass du dich darauf konzentrieren musst. Aber vergiss uns nicht. 😉
    3. Das ist ein ganz besonders hübsches Foto von dir. Und das gemeinsam mit deinem Mann auf der Odenwald Country Fair ist auch entzückend! Da kriegt man richtig Lust, mitzuschlendern.

    Liebe Grüße
    Katharina

    Antworten
    1. happycarb - 9. Juni 2015 14:26

      Danke liebe Katharina, ja Facebook ist da teilweise eine schräge Welt mit schrägen Vögeln. Aber ich mache einfach mein Ding und gut ist.
      Mein Buch wird sicher weniger spektakulär als gedacht. Letztendlich geht es da ja auch um mich und meine Geschichte. Nur eben aus einer etwas anderen Perspektive als das Abnehmen. Zusätzlich will ich ja auch aus meinem Blog ein Buch machen. Natürlich mit den besten Rezepten und ganz neuen Sachen dabei :-).
      Danke für das Kompliment für das Bild. Und auch das kuschelige Bild mit meinem Mann. Es war wirklich eine sehr schöne Veranstaltung, auch wenn wir an dem Tag 33 Grad warm hatten. Da hätte ich früher einen krebsroten Kopf gehabt ;-).
      Soooo ich arbeite hier jetzt mal weiter :-). Liebe Grüße Betti

      Antworten
  7. Anja - 12. Juni 2015 15:40

    Liebe Betti, wie immer hatte ich ein breites Grinsen auf den Lippen beim Lesen deiner Worte. Du beherrschst die Kunst, allem eine sehr sehr amüsante Note zu verpassen ohne dabei albern zu sein in Vollendung. Im Gegenteil alles ist mit SO viel Wissen und Recherche gewürzt, toll!

    Mit dem Insulin, dass habe ich inzwischen ziemlich verstanden und bei mir wechseln die Tage sehr: mal grase ich nach Essen und manchmal denke ich gar nicht mehr dran. Zugeben muss ich, je fetter ich esse, desto eher verschwindet der grasende Aspekt, was die LCHF’ler schier begeistern wird. 😉 Ich habe keine Ahnung, aus welcher Gruppe du geflogen bist, aber dass bei FB und in anderen Foren ganz eigene Regeln herrschen, wissen wir etwas versierten world-weiten-Webber schon, trotzdem begeistern mich solche Fakten dann doch aufs Neue. Du kannst es verkraften, oder? 🙂

    Beim Eiweiß da hader ich gerade noch ein wenig – lese ich doch derzeit sehr viel bei den Sportlern über das GUTE im Eiweiß und seine wichtigen Nutzen für Muskeln und damit für die Stoffwechselmaschine. Auch, warum das Whey z.B. viel günstiger ist, als andere Eiweißtypen. Von diesem Herrn hier http://www.marathonfitness.de/protein-sixpack-ebook/ Habe ich das Eiweiß-Ebook und verstehe mal mehr und mal weniger, warum in der ganzen LC-Branche Eiweiß eher einen schlechten Ruf hat… Aber immer wenn ich denken, JETZT habe ich alles kapiert, dann kommt doch wieder etwas, was nicht passt. Egal – ich probiere einfach herum. Nehme nach dem Training einfach Whey-Eiweiß und backe auch damit, Ergebnisse sind ok. Aber ich bin auch keine Back-Königin. Aber irgendwann kommt vielleicht die letzte Erleuchtung und dann habe ich es ganz verstanden. Mal sehen.

    Dir gute Besserung und viel Erfolg beim Buch und bei der Sommer-Fitness-und-Gewicht-Halte-Herausforderung!

    Wir lesen uns und ich freue mich immer drauf! Gruß von Anja

    Antworten
    1. happycarb - 13. Juni 2015 8:06

      Hallo liebe Anja,
      soooo ich war gestern den ganzen Tag unterwegs und hatte keine Zeit dir in Ruhe zu antworten.
      Erst einmal lieben Dank für dein Kompliment für meinen Beitrag. Schön, dass dir die Art und Weise wie ich die Theman verpacke gut gefällt. Ich finde auch immer, mit etwas Humor und Lockerheit ist das Leben einfach und schöner. Und es ist auch nach wie vor so, dass ich interessierter Laie bin und versuche das in meinen Worten zu reflektieren.
      Ach, dass ich aus der Gruppe geflogen bin, amüsiert mich eher. Das zeigt wieder nur, dass einer sachliche Auseinandersetzung auf Augenhöhe aus dem Weg gegangen werden möchte und man eigentlich Angst hat, dass ich ihnen ihre 10g KH Jünger abspenstig mache. Sei es drum. Verzicht auf Kohlenhydrate und Intelligenz korrelieren eben nicht immer.
      Wegen des Eiweißes musst du dich nicht verrückt machen. Es ist ja auch so, dass Whey die höchste biologische Wertigkeit hat und so schnell verdaulich ist, dass es in den Körper schießt. Genau das ist ja nach einem Muskeltraining auch gewünscht. Deshalb empfehlen Fitness-Seiten und gerade Mucki-Buden fast ausschließlich Whey nach dem Training. Da ich aber meine Muskeln nicht extrem quäle und auch keinen Muskelaufbau als Ziel habe, reicht mir das als Argument eben nicht aus. Denn Whey zaubert viel Insulin hervor, ist schnell verwertet und macht nicht lange satt. Die Backeigenschaften sind auch besser, wobei das auch immer Gewohnheit ist. Man kann meine Rezepte mit einem anderen Eiweiß auch backen. Nur manchmal werden die Sachen etwas flacher. Lecker sind die trotzdem :).
      Mach dir also weniger einen Kopf was da richtig und falsch ist. Denn das gibt es nicht. Immer überlegen was man für eigene Wünsche und Bedürfnisse hat und dann das stimmige Eiweiß wählen. Und da ich irgendwie immer alles will, ist für mich ein Mehrkomponenteneiweiß die beste Wahl.
      Wenn du mit deinem Whey happy bist und gut zurecht kommst, dann ist das doch prima. Meinen Beitrag “Lecker Lego” kennst du ja besimmt auch schon.
      Die benannte Internetseite kenne ich auch. Danke für den Hinweis auf das eBook.
      Dir ein schönes Wochenende und bis demnächst. Ich freue mich immer von dir zu lesen. Danke dafür.
      Liebe Grüße Betti

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      1. Anja - 15. Juni 2015 9:59

        Wie du es immer wieder schaffst, so lange Antworten zu verfassen – ich bin beeindruckt. 🙂
        Werde mich Eiweiß-technisch dann einfach entspannen und noch ein paar Erfahrungswerte sammeln, womit ich wie zurecht komme, wie sich der Körper benimmt, wie die Waage, wie das Sättigungsgefühl etc. etc. Nur wer selber ausprobiert, experimentiert und immer wieder Neues testet, kann auch neue Wege entdecken und Unnützes entlarven und über den Haufen werfen!

        In diesem Sinne – einen sonnigen und entspannten Montag wünscht Anja

        Antworten
        1. happycarb - 15. Juni 2015 14:45

          Danke liebe Anja. Mache ich doch gerne. Genau, entspanne dich was das Eiweiß angeht und entscheide dich für das, was deinen persönlichen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Das ist dann auch richtig :-). Dir eine schöne Woche. LG Betti

          Antworten
  8. enora - 9. Juli 2015 20:42

    Liebe Betti,
    so, ich habs geschafft und mich einmal von hinten nach vorne durch dein blog durchgelesen. Einfach genial! Gefunden habe ich dich über Suddas Blog. Ihr Buch habe ich auch gelesen und jetzt warte ich gespannt auf deines.
    Ich stehe noch ganz am Anfang des LC bzw Happy Carb Lebens. Mitte April, bei 117 kg Lebendgewicht gab es bei mir wohl so etwas wie den berühmten Klick. (Hatte mich seit zwei Jahren nicht mehr gewogen.) Ich habe dann irgendwie mit dem Abnehmen begonnen und vor allem viel gelesen. Das LCHF nicht ganz meine Ding ist habe ich mir gleich gedacht aber die Richtung fand ich schon mal irgendwie richtig. Dann fing ich bei dir an zu lesen und dachte: “Das iss es!” Inzwischen habe ich sieben Kilo abgenommen und bin dabei, meinen Weg zu finden. Es geht langsam aber es geht abwärts.
    Eine tolle Erfahrung ist für mich, dass der Tag nicht mehr vom ewigen Rumgefresse bestimmt wird sondern ich vier fünf Stunden satt bin und nicht ständig auf “Nahrungssuche”. Das ist so eine Verbesserung der Lebensqualität, dass das Gewicht fast nebensächlich wird.
    Vielen Dank, für all die Mühe, die du in deine Artikel steckst. Du hilfst mir damit wirklich sehr und vielen anderen sicher auch.

    Liebe Grüße
    Enora

    Antworten
    1. happycarb - 10. Juli 2015 7:52

      Hallo liebe Enora,
      vielen lieben Dank für deine tolle Nachricht. Schön, dass du mich gefunden hast und Respekt, dass du dich nur meinen Blog durchgekämpft hast. Inzwischen ist das ja schon eine Menge Zeug, was ich da aufgeschrieben habe. Die Low Carb Welt ist groß und für jeden Geschmack und für jede Vorliebe findet sich ein Weg. LCHF ist dabei einer, den ich auch sehr spannend finde, aber der letztendlich nicht ganz zu mir passt. Toll, dass du die ersten Kilos abgenommen hast und ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg. Bleib dran und freu dich an der neu gewonnenen Lebensqualität, die immer größer werden wird.
      Danke für dein Lob und weiterhin viel Spaß beim Lesen und Nachkochen. Liebe Grüße Betti

      Antworten
  9. Anonymous - 28. Juli 2015 19:29

    hallo enora, danke für deine aufnahme. ich hoffe dasich hier von dir viel lernen kann. ich bin auch diabethikerin und wünsche mir, dass ich eines tages einmal genauso wie du damit umgehen kann, das ist noch ein weiter weg und ich muss noch viel lernen.

    liebe grüße anne

    Antworten
  10. hahmgerling - 14. August 2015 20:01

    Ich glaube, dass Low Carb nicht die Lösung ist. Ich mache grad einen Selbsttest, in dem ich Proteine, Kohlenhydrate (mit niedrigem glycämischen Index, vor allem Hülsenfrüchte), und Gemüse grob übern Daumen drittele. Dazu ein wenig Kraftraining. Also, ich habe hier zwei Ziegelstein, mit denen ich täglich 50 Kniebeugen machen. Reicht. Nach einer Woche: Nie irgendein Hungergefühl, auch kein Heißhunger auf Süßes. Fettanteil gesunken. Gewicht etwas. Muss ich weiter beobachten. Alles noch am Anfang….

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    1. happycarb - 14. August 2015 20:18

      So sucht jeder den für sich passenden Weg. Und es gibt keine Lösung die für alle passt. Ausprobieren und mit sich selbst kommunizieren und dann entscheiden. Schön, wenn dein Selbsttest erfolgreich ist. Viel Erfolg weiterhin. LG Betti

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