Happy Carb meets LCHF

Happy Carb meets ... Tagebuch

Happy Carb meets LCHF

Happy Carb meets LCHF

Heute geht es zurück ins Low Carb Universum. Du erinnerst dich vielleicht noch an meinen Beitrag “Low Carb für Dummies” von vor einigen Wochen.

Es lohnt nämlich durchaus, den einen oder anderen Planeten direkt anzufliegen und sich näher zu informieren. Nur so kannst du für dich entscheiden, auf welchem Low Carb Planeten du dich am wohlsten fühlst. Du bist das Maß deiner Dinge und dir muss es mit dem Low Carb Weg, für den du dich entscheidest, langfristig gut gehen.

Und um qualifiziert wählen zu können, braucht es unbedingt fundierte Informationen und keine halbgaren Aussagen aus zweiter Hand.

Deshalb fliegen wir in genau diesem Moment den Planeten LCHF (Low Carb High Fat) an. Bitte jetzt also den Gurt schließen, die Sitze aufrecht stellen und die Tische hochklappen. Wir befinden uns schon im Landeanflug und das Empfangskomitee steht zur Begrüßung bereit.

Damit du dich auch aus unserem Raumschiff raus traust sei dir gesagt, dass der Planet LCHF von lauter netten Menschen besiedelt ist, die nur komischerweise zu einem großen Teil schwedisch sprechen. Wir haben aber Glück, dass uns die deutschsprachige Delegation offiziell begrüsst und in die Geheimnisse ihres Planeten einführt.

Und das ganz ohne Hamsti-Bamsti und Nano-Nano….

Vielen Dank für die Einladung auf den Planeten LCHF!

Jetzt noch schnell am Zoll alle Kohlenhydrate abgeben und da sind sie schon…

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Ich freue mich wirklich sehr, dir Iris Jansen und Margret Ache von LCHF Deutschland vorzustellen.

Liebe Iris, liebe Margret, könntet ihr euch beide kurz vorstellen und außerdem berichten, wie und wann ihr auf den Planeten LCHF gekommen seid?

Iris: Ich habe eine wahre Odyssee hinter mir und war auf fast allen Diät-Planeten, die das Universum zu bieten hat. Leider habe ich mich dort immer nur sehr kurz wohlgefühlt, denn immer ereilte mich nach einiger Zeit die Schwerkraft, das war sehr unangenehm. Es fing bei dem Planeten W(eh)W(eh) an, zuerst war ich erfolgreich, fühlte mich leicht und beschwingt. Doch bald holte mich die Schwerkraft wieder ein, ich versuchte es erneut, das Resultat blieb jedoch unverändert. Also zog ich weiter und weiter und streifte dabei viele Planeten. Nach Jahrzehnten der Suche landete ich dann endlich 2012 auf meinem heutigen Heimatplaneten.

Margret: Iris und ich kennen uns schon seit der Zeit als Embryo in den Bäuchen unserer Mütter. Daher sagen wir oft, wir sind die universellen Zwillinge. Da ich die etwas Ältere bin, lach, konnte ich Iris nie alleine ins Universum schicken, das war zu gefährlich. Also sind wir immer zusammen ins Raumschiff gestiegen und haben alle Abenteuer in trauter Zweisamkeit gemeistert. Gewichtsprobleme kamen bei mir erst in den Wechseljahren dazu, vorher waren allerdings gesundheitliche Probleme da. Deswegen war ich auch begeistert, als wir den LCHF-Planeten sichteten und den Entschluss fassten auf ihm zu landen.

Würdet ihr kurz erläutern, was sich hinter den 4 Buchstaben LCHF praktisch in der Umsetzung verbirgt?

Low Carb High (bzw. Healthy) Fat, bedeutet, dass auf diesem Planeten ausschließlich Lebensmittel zur Verfügung stehen, die nur wenig Kohlenhydrate und dafür viele gesunde Fette enthalten. Das bedeutet in der Praxis, dass hier alle Bewohner ihre Energie aus dem Fettstoffwechsel beziehen. Es gibt auf unserem Planeten keine Krankenhäuser, sondern nur Gesundheitshäuser, in denen alle Menschen Unterstützung, Rat und Hilfe bekommen, um gesund zu bleiben. Auch die Pharmaindustrie ist hier völlig anders aufgebaut, da fast nur Studien gefördert werden, die mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten arbeiten.

Welche Erfahrungen (körperlich und seelisch) habt ihr selbst im Rahmen der Umstellung auf LCHF gemacht?

Bei der Ernährungsumstellung durften wir in ein Gesundheitshaus ziehen. Das war natürlich eine tolle Sache, denn so konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wir konnten schwedisch lernen und wurden in die Geheimnisse der neuen Ernährung eingeweiht. Denn der überwiegende Bevölkerungsanteil des LCHF-Planeten hat schwedisch als Muttersprache. Die Umstellung als solches war für uns recht einfach, denn wir hatten schon vorher Low Carb gegessen und hatten daher kaum Umstellungsbeschwerden. Iris hatte an einem Tag Kopfschmerzen und ich hatte gar keine Beschwerden.

Wo seht ihr die gravierenden Unterschiede von LCHF zu anderen Low Carb Varianten wie zum Beispiel zu Logi?

LCHF begrenzt die Kohlenhydrate noch drastischer und setzt auf mehr gesättigte Fettsäuren als Energieträger. Ganz wichtig ist auch, dass das Essen so natürlich wie möglich sein soll, möglichst den Jahreszeiten entsprechend und von lokalen Anbietern.

Warum sprechen auf dem Planeten LCHF so viele Bewohner schwedisch?

Die ersten Siedler dieses Planeten, Dr. Annika Dahlqvist und Sten Sture Skaldeman sind die „Eltern“ dieser Ernährungsform und waschechte Schweden. So kam es, dass in den interstellaren Medien viele Berichte von den beiden gesendet wurden und sich in erster Linie die Schweden angesprochen fühlten. Es fing mit Freunden und Bekannten an, die übersiedelten und so wurden es immer mehr Bewohner. Inzwischen sind wir hier allerdings sehr international. Folgende Länder sind u.a. vertreten: Dänemark, Norwegen, Finnland, Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, England, Spanien, Südafrika, Irak, Australien, Türkei, USA, Italien.

Gibt es bei LCHF ein generelles Verbot von Lebensmitteln die mehr als 10g Kohlenhydrate auf 100g haben?

Wir sprechen ungerne von generellen Verboten, sondern mehr davon, dass wir gar keine Lebensmittel mögen, die mehr als 5 oder zum Teil auch 10 g Kohlenhydrate in 100 g Lebensmittel enthalten. Es gibt hier durchaus Menschen, die einige Kohlenhydrate mehr essen. Kinder zum Beispiel bekommen schon mal eine Handvoll Süßigkeiten oder Obst, sie kennen es aus den interstellaren Filmen oder aus dem Urlaub. Wie schon gesagt, wir arbeiten nicht mit Verboten, wir schränken lieber ein und bieten Kompromisse an.

Ein Punkt der die LCHF-Ernährung abhebt ist die Beschränkung auf natürliche Lebensmittel. Könntet ihr das nochmal näher spezifizieren?

Es ist eindeutig nachgewiesen, dass auf den Planeten mit vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln Zivilisationserkrankungen in die Höhe geschossen sind. Die Menschen können ihr Essverhalten nicht kontrollieren, da sie in die Kohlenhydratfalle geraten sind. Das wiederum begünstigt psychische Probleme, da sich diese Menschen als Looser empfinden. Dann kommen automatisch die Ärzte und die Pharmazie ins Spiel und häufig entsteht ein Treufelskreis. Die Systeme sind dort auf Krankheit und Angst, nicht auf Gesundheit und Liebe ausgelegt.

Hier gibt es nur natürliche Lebensmittel, so kommen wir erst gar nicht in Versuchung und Werbung, für nicht artgerechte Ernährung, ist auf unseren stellaren Sendern nicht zu sehen. Klar versucht der ein oder andere Lebensmittelgigant auf unserem Planeten Geschäfte zu machen, doch zum Glück leben die Menschen hier nicht im Mangel und so können sie den Versuchungen der gigantischen Angebote widerstehen.

Ich habe gelesen, dass bei LCHF in Schweden auch Kartoffelfasern verwendet werden. Ich freunde mich gerade selbst mit diesem Produkt an. Was machen die LCHF begeisterten Schweden alles daraus?

Es stimmt, dass Kartoffelfasern in Schweden Thema sind und waren. Allerdings spielen sie bei den strikten LCHFler, um Annika Dahlqvist und Sten Sture Skaldeman keine Rolle. Wohl aber bei den liberalen LCHFler wie Mariann Andersson und Birgitta Höglund. Es wird vorwiegend für Kuchen, Gebäck und Brot verwendet, aber auch für Frikadellen, Hackbraten als Saucenbinder oder zum Panieren.

Die Kartoffelfasern sind in Schweden unter dem Namen Pofiber auf den Markt gekommen (Po von Potatis (das schwedische Wort für Kartoffel) und Fiber (das schwedische Wort für Ballaststoffe)). Es ist völlig glutenfrei und hat einen Ballaststoffgehalt von 70%. Auch ist es geschmacksneutral, bindet sehr viel Flüssigkeit und erfreut sich daher einer großen Beliebtheit.

Wir selber sind eher mit einem strikten LCHF unterwegs, daher hat es keinen Einzug in unsere Küche gehalten.

Wie kam es dazu, dass ihr euch in Form von LCHF Deutschland organisiert habt und was sind eure Angebote und Ziele?

Nachdem wir so unglaublich von der LCHF-Ernährung profitiert hatten (Iris ist u.a. ihre Migräne und ihre Nagelbettentzündungen losgeworden. Ich war u.a. chronische Schmerzpatienten wegen Rheuma und bin heute schmerzfrei, ohne Medikamente), war es uns ein Anliegen LCHF in Deutschland noch populärer zu machen. So gründeten wir LCHF Deutschland. Inzwischen gibt es neben unserer Homepage, zwei Facebookseiten und zwei Facebookgruppen. Wir publizieren seit 2014 das Low Carb – LCHF Magazin 4mal jährlich als Printausgabe.

Mit LCHF on tour reisen wir durch den deutschsprachigen Raum und vermitteln Wissen rund um die vier Säulen der Gesundheit: Ernährung, Bewegung, Entspannung, mentales Training.

Auch können persönliche Coachings samt Einkaufstraining und Küchenscheck bei uns gebucht werden.

Das Low Carb – LCHF Kochmagazin ist Anfang 2015 dazugekommen. Dieses Jahr erscheinen außerdem vier Kochjournal-Ausgaben, entsprechend der Jahreszeiten. Für nächstes Jahr haben wir schon viele Ideen und sind selbst gespannt, welche Themen und wie viele Journale es dann werden.

Seit dem Frühjahr dieses Jahres bieten wir ein 30tägiges Ganzheitliches Low Carb – LCHF Onlinecoaching an. Zusätzlich können zwei Schnuppertage gratis gebucht werden. So hat jeder die Möglichkeit sich ein Bild von dem Coaching zu machen, bevor Geld in die Hand genommen werden muss.

Am 01.10.2015 kommt dann unser „neues Baby“ auf die Welt. Eine Ausbildung zum „Ganzheitlichen Gesundheits- und Ernährungsberater Low Carb – LCHF – Paleo“. Das ist eine recht umfangreiche 9monatige Ausbildung mit 20 Lehrbriefen im Selbststudium und 3 Präsenzwochenenden.

Unser Ziel ist nach wie vor die Verbreitung einer gesunden Ernährung zu forcieren, zum Nutzen und zum Wohle aller. Uns liegt es sehr am Herzen Synergien zu schaffen. Daher freuen wir uns sehr, dass du auf unserem Planeten gelandet bist.

Gibt es Lesetipps für Interessierte, die sich näher mit LCHF beschäftigen wollen?

Das Buch von Andreas Eenfeldt „Köstliche Revolution“ ist ein MUSS für alle LCHFler. „Gesund durch die richtige Ernährung“ von Mats Lindgren können wir ebenfalls empfehlen. Das sind leider die einzigen beiden schwedischen LCHF-Bücher, die bis jetzt den Weg nach Deutschland geschafft haben.

Wir finden „Leben ohne Brot“, „Dumm wie Brot“, „Weizenwampe“, „Krebszellen lieben Zucker, Patienten brauchen Fett“, „Die Bulletproof Diät“ und viele andere Bücher auch sehr lesenswert.

Wie und wo kann man euch überall finden?

Tja, die Frage lässt sich im Augenblick nur schwer beantworten. Denn wir werden ab dem 01.12.2015 mehr Zeit in Schweden als in Deutschland verbringen. Es fühlt sich wie ein Umzug an, auch wenn wir natürlich beruflich in Deutschland aktiv bleiben. Doch daher haben wir im Augenblick unsere Aktivität mit „LCHF on tour“ stark eingegrenzt. Doch nächstes Jahr werden wir wieder aktiver sein, versprochen. Vielleicht kommt auch im nächsten Sommer der ein oder andere Leser zum Seminar nach Schweden.

Wenn wir auf einem Planeten zu Gast sind, dann essen wir natürlich auch so, wie es dort üblich ist. Iris und Magret haben uns einen wunderbaren LCHF Speiseplan für einen Tag zusammengestellt.

Ganz unter dem Motto “Lecker LCHF”

Frühstück:
Kaffee, Tee, Bullet Proof Coffee (BPC)
Eier nach Wunsch: gekocht, gerührt, gespiegelt oder als Omelett
Avocadomus
Russischer Joghurt mit Beeren

Mittagessen:
Lachsmus
Entrecote mit Sauce Béarnaise und Brokkoli
Mousse au choklad

Abendessen:
Krabben-Kokossuppe
Schwedischer Käseteller mit einheimischen Erdbeeren
und einem Glas „himmlischer“ Rotwein.

OK, ich sehe schon. Hier wird nicht gekleckert, sondern es wird geklotzt und Genuss steht ganz hoch im Kurs. Das klingt alles genau so, wie ich es auch gerne mag.

Vielen lieben Dank Iris und Margret für euere Einblicke in das Leben auf eurem Planeten. Total spannend und informativ. Auch ich habe wieder eine Menge dazugelernt und finde es klasse, was ihr da auf die Beine gestellt habt und was für tolle Angebote es bei euch gibt.

Ein Abonnement eures Magazins habe ich natürlich schon längst und freue mich immer wie blöd, wenn ich den Briefkasten öffne und Post von euch drin steckt. Danke dafür!

Ich hoffe, die Reise auf den Planeten LCHF hat dir genauso Freude bereitet wie mir. Wenn du tiefer in die LCHF Welt abtauchen möchtest, hast du ja nun alles was du dazu brauchst. Viel Spaß dabei.

Liebe Grüße Betti

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10 Kommentare zu “Happy Carb meets LCHF”
  1. sabo - 1. August 2015 15:36

    Oh das ist aber schön, mal ein “etwas anderes” Interview von Euch zu lesen 🙂
    Betti, da hast Du tolle Reisebegleiterinnen.

    LG & einen sonnigen Samstag,
    Sabo

    Antworten
    1. happycarb - 1. August 2015 16:11

      Ja so ein Besuch in fremden Gefilden ist immer schön. Aber wie bei jedem Urlaub ist es noch schöner, wieder daheim anzukommen. Die Mädels waren aber klasse. LG und ein schönes Wochenende Betti

      Antworten
  2. Michaela - 1. August 2015 16:21

    Liebe Betti,
    der Artikel klingt sehr motivierend, wenn ich nicht schon seit zwei Jahren dabei wäre (und 35 kg verloren hätte, nein, es gibt keinen Finderlohn, falls sie jemandem begegnen), würde ich gleich loslegen.
    Wie bei jedem Ernährungswechsel kann sich auch hier der Schlendrian melden, mit Folgen (Abnahmestillstand), und so werde ich jetzt neu inspiriert die übrigen 10kg ansteuern und über Bord werfen.
    Den Verlust diverser Wehs und Wehwehs kann ich bestätigen. Migräne, schlechte Haut, Schuppen, rissige Hornhaut an Ellbogen und Fersen, Sodbrennen, und einiges mehr. Seit zwei Jahren keinen Schnupfen, keine Erkältung, während jeden Winter die gesammelten Abteilungen bei uns den Rückzug antreten und die Büros mit der Produktion geradezu leergefegt aussehen.
    Aber das Allerbeste ist: kein Dauerhunger mehr, kein Nasch-Appetit, kein ständiges Denken an essen (wann darf ich wieder und wie viele Kalorien hat es?). Ich kann es sogar super aushalten, dass mir der Magen knurrt, aber erst zwei Stunden später gegessen wird. Undenkbar zu Zeiten der kalorienreduzierten Abnahmeversuche, die bei mir am Hunger gescheitert sind. Und ich habe mich immer als der Loser gefühlt und den Fehler bei mir gesucht: Disziplinlosigkeit.

    Die Pommes-Fasern sind gerade frisch bei mir eingetroffen, und werden später im Zucchini-Auflauf ausprobiert.

    Danke für deine spannenden Präsentationen. Immer wieder lehrreich, auch wenn sich die Auffassung nicht immer 100%ig deckt.

    Antworten
    1. happycarb - 1. August 2015 17:28

      Hallo liebe Michaela, finde ich gut, dass du für dich deinen Low Carb Weg gefunden hast und du auch so viele positive Effekte hast. Wenn es LCHF ist, dann ist das doch prima. Ich halte meinen Weg auch nicht für das Maß aller Dinge, sondern es ist mein Weg. Und genauso wäre LCHF eben auch nichts, was ich selbst mit allen Begrenzungen leben wollte. Aber jeder nach seiner Fason und das ist auch gut so. 100% gleiche Auffassungen hat man nur mit sich selbst. Das liegt in der Natur der Sache und in Ernährungsfragen, wo sowieso jeder eine andere Meinung vertritt, im Besonderen. So lange die Grundhaltung sich deckt, und die lautet “Kohlenhdrate reduzieren”, schauen wir doch alle in die gleiche Röhre und können uns mit unseren Erfahrungen gegenseitig befruchten.
      Liebe Grüße Betti

      Antworten
      1. Michaela - 1. August 2015 20:16

        Gerne habe ich gelesen, dass das “high fat” sich in Richtung “healthy fat” bewegt. Irgendwann zählen die Kalorien halt doch, und der zusätzliche Klacks Butter sollte wohlüberlegt sein.
        Wenn man am Anfang der LC oder LCHF Karriere steht, ist es wohltuend, erstmal reinhauen zu können, ohne dass die Kalorienmenge ernsthaft zu Buche schlägt, man ist einfach satt und kann sich kaum überessen. Aber wenn man sich dem Normalgewicht nähert, zählt der Energieverbrauch eben doch. “Auffetten”, wie man es anfangs mit Wonne gemacht hat, geht dann in moderates Anreichern über.
        Wenn man sich die Blogs derer anschaut, die LCHF seit Jahren praktizieren, kommen die auch nicht über die empfohlene Kalorienmenge. Nur, dass diese eben aus einem höheren Fettanteil und einem geringen KH-Anteil bestehen. Am empfohlenen Eiweißanteil sollte man eh nicht groß rütteln, nicht nur, weil es den Insulinausstoß beeinflusst – du hast das ja sehr anschaulich beschrieben, sondern weil dann auch die Gefahr von Gicht besteht. Etwas, dass der Herr Atkins leider nicht gewusst und seine Anhänger in Eiweißorgien getrieben hat.

        Ich las bereits von einigen ehemaligen LCHF-Anhängern, die sich freudig in das tolle Nahrungsangebot gestürzt haben und die Eiweißmengen überdosierten. Das kann natürlich einer Ernährungsform zu schlechtem Ruf verhelfen. Aber vor allem den Körper enorm stressen.

        Übrigens fand ich den Esslöffel Pommes-Fasern zum Binden der Soße genial. Ein schöneres “Mouth-Feeling” als Biobin, Guarkernmehl oder ähnliches.

        Antworten
        1. happycarb - 2. August 2015 8:56

          Danke für die Rückmeldung. Ja es wird schnell umbewertet, dass man sich bei Low Carb an Eiweiß satt essen kannt. Gut, Atkins und Dukan gehen diesen Weg ja auch zu Beginn. Aber wie du schon sagst, am Eiweiß ist nicht viel zu schrauben, auch wenn ich da mit den Empfehlungen eher am oberen Ende esse.
          Für mich ist LCHF definitv zu fett. Mir wird mangels Gallenblase von dem vielen Fett laufend übel, was ich in meinem Keto-Experiment ja beschrieben habe. Von daher esse ich lieber einige Kohlenhydrate aus reichlich Gemüse mehr, zu Lasten des Fettes.
          Aber es ist doch toll, dass im Low Carb Universum jeder seinen für sich guten Weg finden kann.
          Und wie du schon sagst, gerade auf dem Weg in Richtung Normalgewicht, muss man die Fettmenge und damit das Kaloriendefizit im Auge behalten.
          Ganz liebe Grüße Betti

          Antworten
  3. Daniela - 2. August 2015 12:18

    Ich habe letztes Jahr schon einen dreimonatigen Ausflug zum LCHF-Planeten gemacht. Obwohl ich dort sehr glücklich war, habe ich den unfassbaren beruflichen Stress, der dann einsetzte, “klassisch” mit Schokolade und Chips kompensiert. Zwischendurch bin ich mit WW hübsch gescheitert und esse nun seit zwei Wochen wieder LCHF. Und das allerbeste Nebenprodukt: Ich kann wieder schlafen! Das allein macht mich so glücklich, dass die (erhoffte) Abnahme auf Platz 2 gerutscht ist. Ich vermute, dass mein Körper mit der KH-reichen WW-Kost wegen des Fettmangels einfach nicht satt werden konnte und sich das dann auch in Schlafstörungen gezeigt hat. Insgesamt fühlt es sich mit LCHF richtig an, und ich hoffe, dieses Mal länger als drei Monate bleiben zu können.

    Antworten
    1. happycarb - 2. August 2015 13:39

      Passt doch. Wenn es dir mit LCHF gut geht und du nichts vermisst, dann ist das doch perfekt. Ich kenne aber die seelischen Notstände nur zu gut, die die alten Essweisen wieder an den Tag fördern. Aber nichts in Leben geht nur geradeaus und auch zickzack kommen wir zum Ziel. Viel Spaß weiterhin auf dem Planeten LCHF. Liebe Grüße Betti

      Antworten
  4. Anja - 18. August 2015 14:37

    Ich nenne es viel lieber Kreisverkehr als Rückfall… Ab und an fahre ich die falsche Ausfahrt raus. Zum Glück bisher nur für einzelne Mahlzeiten – dann nehme ich die Ausfahrt: Lakritz oder die Ausfahrt Bier – ganz bewusst inzwischen und dann verweile ich dort ein bisschen – fahre zurück und wähle wieder die Ausfahrt: LC und es fühlt sich gut an… Aber ich weiß, wie schwer es sein kann, nicht gleich komplett in der falschen Ausfahrt stecken zu bleiben!

    Der Kreisverkehr des Lebens bietet sehr viele Straßen und es gilt, immer wieder aufs Neue zu wählen und zu überprüfen und notfalls den Weg zu korrigieren… Es gibt keine lebenslang gleiche und passende Straße – befürchte ich.

    Antworten
    1. happycarb - 19. August 2015 7:58

      Naja, wie gut, dass das Leben mehr als eine Straße hat und auch keine Einbahnstraße ist. So bleibt es spannend und wir haben die Möglichkeit uns weiter zu entwickeln. LG Betti

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